Einstweilige Verfügung gegen die Holocaust-Kampagne von PETA

Wien (OTS) - Am 26.3.2004 präsentierte die
"Tierschutzorganisation" PETA Deutschland e.V. die Wanderausstellung mit dem Titel "Der Holocaust auf ihrem Teller" am Wiener Graben. Auf Initiative der Israelitischen Kultusgemeinde Wien wurde eine einstweilige Verfügung beantragt und eine Unterlassungsklage eingebracht. Das Handelsgericht Wien hat mit einstweiliger Verfügung vom 13.7.2004 entschieden, dass ab sofort die Verbreitung der Bilder aus der Wanderausstellung über das Internet und/oder in Form von einer der Öffentlichkeit zugänglichen Ausstellung und/oder diese Bilder verbreiten zu lassen und/oder in sonstiger Weise der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, untersagt wird. Dies wurde unter anderem damit begründet, dass "die Gegenüberstellung von menschlichem und tierischem Schicksal in der Kampagne eine objektive Geringschätzung des Verfolgungsschicksals der Juden im Dritten Reich" darstelle. "Um das Ziel des Tierschutzes zu erreichen", bestehe "keinerlei Notwendigkeit das Leiden von Tieren mit den Leiden von Menschen, denen man ihre Menschenwürde zu nehmen bemüht war, gleichzusetzen".

Dr. Ariel Muzicant
Israelitische Kultusgemeinde Wien

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Erika Jakubovits

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