VP-Korosec: 23. Juli 2003 in Lainz - ein trauriger Tag, der bisher ohne nennenswerte Konsequenzen blieb

"Lainz" hat die unsere Gesellschaft wachgerüttelt, die SPÖ Wien bleibt stur und unbeweglich

Wien (VP-Klub): "Ein Jahr nach dem Auffliegen der Missstände im städtischen Pflegebereich durch eine Kontrolle der zuständigen Magistratsabteilung hat sich kaum etwas zum Besseren verändert", kritisierte die Sozialsprecherin der ÖVP-Rathausfraktion, LAbg. Ingrid Korosec, anlässlich des morgigen Jahrestages, dem 23. Juli.

"Morgen jährt sich der traurige 23. Juli, an dem die damalig zuständige MA 47 eine unangekündigte Kontrolle aufgrund von Sachwalterbeschwerden im Geriatriezentrum 'Am Wienerwald' durchführte. Festgestellt wurden weitreichende Missstände in städtischen Pflegeheimen und fahrlässige Systemmängel im Pflegebereich. Heimbewohner wurden vernachlässigt vorgefunden und zuständiges Pflegepersonal musste erst mühsam gefunden werden", betonte die ehemalige Volksanwältin Korosec. Die Folge davon war ein speziell durch die ÖVP Wien initiierter Untersuchungsausschuss, der die Verantwortlichkeiten klären und zukünftig solchen Missständen vorbeugen sollte. Diese wurde aber mit der SPÖ Mehrheit noch vor dem Sommer abgedreht.

Utl.: Viele Lippenbekenntnisse, aber wenig Taten der SPÖ Verantwortlichen

"Es hat sich viel zu wenig getan. Als Motivationsschub für die Pflegebediensteten wurde eine viel zu niedrige 'Geriatriezulage' freigegeben und ein Pflegeombudsmann wurde installiert. 8-Bett Zimmer gibt es zwar weniger, da diese nicht mehr nachbelegt werden, aber das war es dann auch schon. Wo ist die von Bürgermeister Häupl versprochene Pflegemilliarde? Wo ist die angekündigte Abschaffung der Führung der Verantwortungsabschiebung, genannt 'Kollegiale Führung'? Wo ist das Expertenteam vom Bürgermeister?", kritisierte Korosec weiter.

Utl.: SPÖ und KAV-Führung versuchen Schuld für Pflegemisere auf Bedienstete abzuschieben

"Die SP-Allmacht in Wien glaubt wirklich allen Ernstes, die Verantwortung für die vorgefallenen Missstände und groben Systemmängel im Pflegebereich auf die im Stich gelassenen Pflegebedienteten abschieben zu können", ist Korosec entzürnt über die politische Einstellung der verantwortlichen SP-Stadtregierung. "Selbst das von Häupl angekündigte 'Köpferollen' in den Führungsebenen des KAV ist bisher unverwirklicht."

Utl.: "Warme Luft" der SP-Stadtregierung hilft niemanden in Wien

Die Verantwortlichen, allen voran die SP-Gesundheits- und Sozialstadträtin, müssen endlich die Ärmel aufkrempeln, mit dem System der Verantwortungslosigkeit aufräumen und den Pflegebereich der Stadt Wien grundlegend reformieren. "Bisher hat es nur vollmundige Versprechen gegeben. Nichts als heiße Luft", kritisierte Korosec, "die die Lage der Menschen, die nach wie vor in Vielbettzimmern untergebracht sind, herzlich wenig ändert."

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