Trammer: "Ostblock" in der Donaustadt bedeutet massiven Rückschritt der Stadtplanung!

Schicker ist aufgefordert seinen "StrategieplanWien" den gesetzlichen aber auch demographischen Gegebenheiten anzupassen

Wien, 22-07-2004 (fpd) - Als völlig realitätsfremd und zudem wirtschaftsfeindlich bezeichnete heute LAbg. GR Heike Trammer die Pläne bezüglich der Neuverbauung im Bereich der derzeitigen U1 Endstelle Kagran, der Straße der Menschenrechte und dem Donauzentrum.

Die geplante Errichtung von zwei Hochhäusern auf dem Areal des jetzigen öffentlichen Parkplatzes vor der Eishalle bedeutet sowohl für Einpendler aber auch für Besucher des Donauzentrums eine massive Einschränkung ihrer Mobilität, da auf der anderen Seite offenbar "vergessen" wurde, Alternativstellplätze zu errichten.

Das Gegenteil von gut ist gut gemeint, so Trammer vor dem Hintergrund der geplanten Schließung des Czernetzplatz für den Individualverkehr. Damit werde der zu- und abfahrende Verkehr durch die nicht tragfähige Siebeck-Straße geführt. Der Verkehrskollaps sei, so Trammer, bereits jetzt prolongiert.

Die gesamte Verbauung in diesem Bereich sei nicht nur wirtschaftsfeindlich, sie sperre quasi jene Generationen vom urbanen Leben aus, die keine Lobby in dieser Stadt hinter sich stehen habe. LAbg. GR Heike Trammer forderte Stadtrat Rudolf Schicker daher auf, das Strategiekonzept der gemeinderätlichen Geriatriekommission für die Betreuung älterer Menschen in Wien in den "StrategieplanWien" aufzunehmen.

Derzeit leben in Wien mehr als 340.000 über 60-jährige, das sind mehr als 20% der Gesamtbevölkerung. Bis zum Jahr 2030 wird diese Altersgruppe ein Drittel der Wiener Bevölkerung stellen. Dennoch nimmt der Strategieplan Wien in keiner Weise Rücksicht auf eine altersgerechte Stadtplanung.

Altersgerechte Stadtplanung bedeute jedoch mehr als nur Wohnen, sondern auch die Vermeidung sozialer Isolation durch Schaffung von Wohnmöglichkeiten bei bereits vorhandener Infrastruktur:
Einkaufsmöglichkeiten, Kaffeehaus, Kultureinrichtungen, Grünanlagen. Trammer fordert, daß der vorliegende Bebauungsvorschlag in Kagran als Pilotprojekt für den 22. Bezirk genutzt werden möge, da die Nähe des Donauzentrums die idealsten Bedingungen für altersgerechtes Wohnen bietet.

Schickers "StrategieplanWien" sei ein linkslastiges Wischiwaschikonzept mit eindeutiger Schwerpunktsetzung auf bekannte Randgruppen. Es sei bezeichnend für die derzeitige Wiener Stadtregierung, daß in diesem Bereich interethnische Seniorenzentren geschaffen werden sollen wobei der deutliche Hinweis auf die Einführung des aktiven und passiven Wahlrechtes für Ausländer natürlich nicht fehlen darf. In Schickers Strategiekonzept bedeutet dies, daß für die nächsten Wiener Wahlen 2006 "eine deutlich breitere Partizipation für Zuwanderer", so Trammer. Die Strategie der Wiener SPÖ sei jedoch nicht aufgegangen - das Ausländerwahlrecht ist bekanntlich als verfassungswidrig Höchstgericht aufgehoben worden. Daher sei auch, so Trammer, der Strategieplan neu zu überdenken! (Schluß) jen

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