ARBÖ: Rehböcke auf Freiers Füßen

Brunftzeit erhöht Gefahr von Unfällen durch Wildwechsel

Wien (OTS) - Beim Rehwild steht zur Zeit alles auf "Brunft":
Paarungswillige Rehböcke haben nur eines im Sinn: paarungswillige Ricken (die weiblichen Rehe). Wenn bei der heißblütigen Verfolgungsjagd ein Straßenstück dazwischenliegt, kann das für Rehe und hinzukommende Fahrzeuglenker tödlich enden, warnt der ARBÖ.

Das Problem darf nicht unterschätzt werden. Immerhin passierten laut Statistik Austria im Vorjahr im Straßenverkehr 148 Wildunfälle. Dabei verunglückten 167 Menschen. Bei Wildwechsel kommt es auf rasche, aber ruhige Reaktion an, mahnt der ARBÖ.

ARBÖ-Tipps - So reagieren Sie bei Wildwechsel richtig:

* Vor allem auf wenig befahrenen Nebenstraßen vorsichtig fahren.

* Bei Übergängen zwischen Feld und Wald, in Waldbereichen oder bei Obstgärten ist ein Wildwechsel sehr wahrscheinlich, deshalb besonders vorausschauend fahren.

* Wenn Rehwild in der Dämmerung oder Nacht die Straße quert, Abblendlicht einschalten und mehrmals kurz die Hupe betätigen. Keine Dauerhupe. Vermeiden Sie unbedingt, das Fernlicht einzusetzen. Das Wild wird dadurch irritiert und bleibt mitten auf der Fahrbahn stehen.

* Das Fahrzeug nicht verreißen. Nicht versuchen, waghalsige Haken zu schlagen.

"Sollte es trotz aller Vorsicht zu einem Wildunfall kommen, ist es wichtig, die Unfallstelle abzusichern und unverzüglich die nächste Polizei- oder Gendarmeriedienststelle zu verständigen. Bei einem Wildschaden besteht gemäß Paragraph 4, Absatz 5 der Straßenverkehrsordnung (StVO) eine Verständigungspflicht", erinnert die ARBÖ-Verkehrsjuristin Dr. Barbara Auracher-Jäger.

Wer die Meldung nicht unverzüglich vornimmt, riskiert eine Bestrafung wegen Fahrerflucht, da es sich um einen Verkehrsunfall mit Sachschaden handelt, bei dem die Beteiligten sich naturgemäß nicht gegenseitig ausweisen können. Weder darf der Unfall verschwiegen, noch das tote Tier einfach mitgenommen werden. Hat man eine entsprechende Kaskoversicherung, so ist auch diese vom Vorfall sofort zu verständigen. Unterbleibt diese Meldung, muss die Versicherung nicht zahlen. Polizei oder Gendarmerie stellen die für die Versicherungsmeldung notwendige Bestätigung über den Wildschadenunfall aus.

Am besten fährt man auch in solcher Situation mit dem ARBÖ-Sicherheits-Pass, der EUR 29,50 kostet. Der ARBÖ ersetzt bei einer Kollision mit Haar- oder Federwild Reparaturkosten beziehungsweise den Kasko-Selbstbehalt zu 80 Prozent (höchstens 600 Euro). Voraussetzung: Unverzügliche Besichtigung des beschädigten Fahrzeuges in einem ARBÖ-Prüfzentrum und Vorlage der behördlichen Meldebestätigung im Original.

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