DER JAHRESBERICHT DES ERP-FONDS FÜR 2003 LIEGT VOR Förderungen für Forschung, Technologie, KMU und Grenzregionen

Wien (PK) - Dem Jahresbericht des ERP-Fonds 2003 samt Jahresabschluss 2002 und Jahresprogramm 2004 (III-88 d.B.), den
die Bundesregierung kürzlich dem Nationalrats vorgelegt hat, ist
zu entnehmen, dass der ERP-Fonds im Rumpfwirtschaftsjahr 2002
(2. Halbjahr) insgesamt 81 Projekte durch niedrig verzinste
Krediten mit einem Gesamtvolumen von 115 Millionen € unterstützt hat. In 52 Industrie- und Dienstleistungsprojekten wurden mehr
als 300 neue Arbeitsplätze geschaffen, 50 % davon in benachteiligten Regionen. 81 % der ERP-Förderungsmittel kamen kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) zugute. Für Zwecke der Entwicklungszusammenarbeit stellte der Fonds 8 Mill. € bereit.

Im Jahr 2003 förderte der ERP-Fonds 172 Projekte mit insgesamt
287 Mill. € und unterstützte damit Investitionen in der Höhe von 699 Mill. €. 84 % der Mittel erhielten KMU im Bereich Produktion und Dienstleistung, 1.500 neue Arbeitsplätze konnten dort geschaffen werden, 50 % davon in Problemregionen. Im Rahmen des ERP-Industrieverfahrens (Kooperation mit den Förderungspartnern
EU, Bund und Ländern) erhielten 141 Projekte mit einer Investitionssumme von 545 Mill. € akkordierte Förderungspakete im Umfang von mehr als 100 Mill. €.

Das ERP-Jahresprogramm für 2004 ist mit den
wirtschaftspolitischen Zielen der Bundesregierung ebenso
abgestimmt wie mit den Schwerpunkten des Austria
Wirtschaftsservice (AWS) - mit der der ERP-Fonds eng verbunden
ist - und den finanziellen Möglichkeiten der EU-Strukturförderungsperiode 2000 bis 2006. Inhaltlich liegen die Schwerpunkte bei der Förderung der Forschungsüberleitung, umwelt-und nachhaltigkeitsorientierten Aktivitäten und dem Technologietransfer.

Kleinen und mittleren Unternehmen gilt die AWS-Initiative "Fit
für Europa", die der ERP-Fond mit seinem KMU-Programm und seinem Regionalprogramm mitträgt, um die Betriebe bei der Bewältigung
der EU-Erweiterung zu unterstützen und deren Innovationskraft zu erhalten. Bis Ende 2006 hat der ERP-Fonds 150 Mill. € dafür budgetiert. Gefördert werden Investitionen ab 300.000 €, wobei Kombinationen mit AWS-Haftungen, EU-, Bundes- und
Landeszuschüssen möglich sind.

Der ERP-Fonds führt sein "Erweitertes Sonderprogramm für eine Gründer-, Wachstums- und Technologieoffensive" fort und konzentriert sich auf die Unterstützung technologieintensiver Unternehmensgründungen sowie auf den Innovations- und Technologietransfer. Für F&E im engeren Sinne steht das ERP-Technologieprogramm zur Verfügung. Überdies sind 2004 zusätzlich 100 Mill. € für Forschung, Technologie und Entwicklung gewidmet.

Zudem berichtet der ERP-Fonds über seinen Regionalförderungs-Schwerpunkt und seine Gründungs-, Technologie- und Wachstumsoffensive in Problemgebieten, vor allem bei Betriebsschließungen. Dazu kommt das Bemühen, die Nahrungs- und Genussmittelindustrie, die durch die EU-Erweiterung stark unter Druck gerät, bei technischen Verbesserungen und bei Investitionen in neue Produkte zu unterstützen. Im Tourismus stehen Qualitätssteigerungen bei Beherbergungs- und Verpflegungsunternehmen im Mittelpunkt, weil Betriebe hoher Qualitätsstufe unabhängiger von der Konjunkturlage sind. Der ERP-Fonds konzentriert seine diesbezüglichen Förderungen auf touristische Entwicklungsregionen, vor allem an den Grenzen zu
den Reformstaaten, aber auch auf Qualitätssteigerungen bei bestehenden Kurhotels, Kurmittelhäusern und in der touristischen Infrastruktur. (Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

Eine Aussendung der Parlamentskorrespondenz
Tel. +43 1 40110/2272, Fax. +43 1 40110/2640
e-Mail: pk@parlament.gv.at, Internet: http://www.parlament.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NPA0002