"Neues Volksblatt" Kommentar: "Ausgewogen" (Von Michaela Ecklbauer)

Ausgabe vom 19. Juli 2004

Linz (OTS) - =

Obwohl die Österreicher in einer OGM-Umfrage
befürchten von der geplanten Pensionsharmonisierung negativ betroffen zu sein, sind sie keineswegs eindeutig für eine spätere Aufhebung der Reform. Im Gegenteil, 38 Prozent meinen, die SPÖ sollte, sofern sie an die Macht kommt, die Reform aufheben, aber genauso viele - exakt 39 Prozent - sind gegen eine Aufhebung. Das zeigt klar, dass die Bevölkerung die Notwendigkeit einer Pensionsreform erkannt hat. Jetzt geht es darum, dass sie ausgewogen wird und alle Berufsgruppen gleich trifft. So wie der Vertrauensgrundsatz für die älteren, knapp vor der Pension stehenden Arbeitnehmer eingefordert wird, muss er aber auch für die Jungen, deren Rente noch in weiter Ferne ist, gelten. Rückzieher - wie die von der SPÖ geforderte Aufhebung der 2003er-Reform - gehen zwangsläufig zu Lasten kommender Generationen. Dass die künftigen Pensionisten länger im Erwerbsleben stehen müssen, weil sie auch länger in der Ausbildung stecken und dank des medizinischen Fortschritts länger leben werden, versteht sich von selbst. Darauf muss sich aber auch der Arbeitsmarkt einstellen.

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