Fuhrmann: Gleichstellung des Zivildienstes mit Wehrdienst gefordert

Fuhrmann und Wöginger präsentieren Forderungen zur Zivildienstreform

Wien, 18. Juli 2004 (ÖVP-PK) "Der Zivildienst muss dem Wehrdienst gleichgestellt werden und nicht länger als Ersatzdienst gesetzlich verankert sein", sagte heute, Sonntag, Abg.z.NR, Bundesobfrau der Jungen ÖVP. Die geforderte Gleichstellung heiße für die JVP vor allem auch eine gesellschaftliche Gleichstellung, wobei aber auch eine Gleichstellung zum Wehrdienst hinsichtlich der finanziellen Umstände und der Dauer gefordert sei. "Da es in der individuellen psychischen und physischen Belastung keine wesentlichen Unterschiede zwischen Wehr- und Zivildienst mehr geben wird, fordern wir als Junge ÖVP auch beim Zivildienst eine Verkürzung auf sechs Monate", so Fuhrmann. ****

Für den ÖVP-Vertreter in der Zivildienstkommission, Abg.z.NR August Wöginger, steht vor allem die gesellschaftliche Anerkennung der Leistungen des Zivildienstes im Vordergrund. "Ohne den Zivildienst, würde es diesen hohen Standard im Sozial- und Pflegewesen mit Sicherheit nicht geben", so Wöginger, der sich ebenfalls für eine verstärkte Anerkennung der Freiwilligenarbeit einsetzen werde.

"Tagtäglich sind zigtausend Freiwillige im Einsatz um Menschenleben zu retten oder zu pflegen. Die Leistung dieser Menschen, die ihre Freizeit für andere zur Verfügung stellen, muss besonders gewürdigt und soll auch anerkannt werden", sagte Wöginger, der sich auch für eine verstärkte Anerkennung des freiwilligen sozialen Jahres aussprechen werde. "Wer ein freiwilliges soziales Jahr absolviert, dem gebührt neben dem Dank der Gesellschaft auch ein verspürbarer Benefit wie zum Beispiel die Anerkennung als Berufspraxis", betonte Wöginger.

Die Gleichstellung des Zivildienstes bedeute für die Junge ÖVP neben einer Verkürzung auch eine Gleichstellung in finanziellen Fragen, die vor allem die Verpflegesituation betreffe. Es könne nicht sein, dass das Bundesheer richtigerweise verpflichtet sei,
dem Wehrdiener dreimal täglich frische Nahrung zur Verfügung zu stellen, für die Zivildienstträgerorganisationen eine derartige Verpflichtung hingegen nicht bestehe. "Die Junge ÖVP tritt dafür ein, dass auch den Zivildienern ausreichend Verpflegung zur Verfügung gestellt wird", so Fuhrmann.

"Neben detaillierten Fragen, gehe es der ÖVP und der Jungen ÖVP im Grundsatz um die Anerkennung der vielen positiven Leistungen, die der Zivildienst hier in Österreich erbringe. Der Zivildienst müsse gesellschaftlich, finanziell und von der Dauer her dem Dienst beim Bundesheer gleichwertig und gleichgestellt sein", so Fuhrmann und Wöginger abschließend.

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