"profil": Zwei Hermann Nitsch-Museen geplant

Permanente Präsentation von Werken des österreichischen Künstlers Hermann Nitsch in Neapel und Mistelbach in Planung

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, ist die Einrichtung von zwei Museen geplant, die dem Werk des österreichischen Künstlers Hermann Nitsch gewidmet sein werden. Die Museen sollen in Neapel und Mistelbach entstehen.

Wie Nitsch "profil" gegenüber sagte, habe einer seiner wichtigsten Sammler, der italienische Galerist Pepe Morra, in Neapel Teile eines Schlosses erworben, die ein Nitsch-Museum und ein Nitsch-Arbeits- und Forschungszentrum beherbergen werden. Diese Einrichtung werde, so Nitsch, in zwei Jahren öffentlich zugänglich sein.

Ein zweites Museumsprojek werde von einer Initiativgruppe im niederösterreichischen Mistelbach geplant. Dort sei eine permanente Nitsch-Ausstellung in einer leerstehenden Fabriksanlage vorgesehen. Nitsch: "Geplant ist vorläufig die Präsentation der Bilder der Malaktion in der Wiener Secession von 1987, die einem oberösterreichischen Sammler gehören." Darüberhinaus könne er sich alle zwei Jahre wechselnde Ausstellungen von Werken aus eigenen Beständen vorstellen. Außerdem werde er dort einmal im Jahr einen Vortrag halten oder ein Konzert veranstalten.

Der Bürgermeister von Mistelbach, Christian Resch, bestätigte auf "profil"-Anfrage eine Absichtserklärung des niederösterreichischen Landeshauptmanns Erwin Prölls. Derzeit sei man dabei, einen Trägerverein zu gründen und konkret zu prüfen, wie ein solches Nitsch-Museum in Mistelbach aussehen könnte.

Der 1938 geborene Hermann Nitsch, der als einer der wichtigsten Initiatoren des Wiener Aktionismus gilt, bereitet derzeit im Rahmen seines aktionistischen "Orgien Mysterien Theaters" ein Zweitagespiel in Schloss Prinzendorf im Weinviertel vor. Die Kunstaktion mit dem Titel "Existenzfest" findet von 31. Juli bis 2. August statt.

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