Schierhuber: Neue Impulse für Biolandwirtschaft durch EU- Bioaktionsplan

Rasche Klärung der Koexistenzfrage für GVO-Saatgut notwendig

Brüssel, 15. Juli 2004 (ÖVP-PK) "Durch den Bioaktionsplan der Europäischen Kommission erhoffen wir uns neue Impulse für den Biosektor", sagte die österreichische Europaparlamentarierin Agnes Schierhuber heute, Donnerstag, im Rahmen eines Seminars der Europäischen Kommission in Kooperation mit dem Lebensministerium in Salzburg. "Ich begrüße grundsätzlich den Bioaktionsplan, auch wenn manche Details noch genauer überdacht werden sollten", so Schierhuber weiter. Vor allem fehle es noch an konkreten Maßnahmen sowie an der Festlegung eines genauen Zeitplans für die Umsetzung. "In jedem Fall werden es auch in Zukunft die Konsumenten sein, die mit ihrem Kaufverhalten darüber entscheiden, ob und wie sehr der Biomarkt blüht und gedeiht." ****

Schierhuber sprach sich im Zusammenhang mit dem Biolandbau auch für eine rasche Klärung der Frage der Koexistenz aus. "Das Europäische Parlament setzt sich bei Koexistenz und Haftung klar für EU-weite Regelungen ein", betonte Schierhuber. Dabei gelte es die GVO-Kennzeichnung des Saatgutes auf der technisch nachweisbaren Grenze zu berücksichtigen, um die bereits geltende Kennzeichnungsgrenze von 0,9 Prozent einzuhalten.

"Das Europäische Parlament ist durch die Erweiterung auf 25 Mitgliedsstaaten vor neue Herausforderungen gestellt", so Schierhuber. Das auf 732 Abgeordnete angewachsene Parlament bringe auch zweifelsohne vielfältigere Entscheidungsprozesse in Sachfragen mit sich. "Dabei gilt es, nicht den kleinsten gemeinsamen Nenner zu finden, sondern tragfähige und zukunftsorientierte Kompromisse zu erarbeiten. Diese müssen dem Projekt Europa gerecht werden und sich auf Fairness und Chancengleichheit stützen. Es muss unser Ziel sein, die Landwirtschaft, die Wirtschaft und damit verbunden die Wettbewerbsfähigkeit der Europäischen Union zu stärken", betonte die einzige österreichische Bauernvertreterin im Europäischen Parlament.

Abschließend forderte Schierhuber alle politisch Verantwortlichen dazu auf, bei den Verhandlungen rund um die kommende Finanzplanungsperiode der Europäischen Union ab 2007 die Interessen des ländlichen Raumes und der Bauern engagiert zu vertreten. "Die Gelder für die ländliche Entwicklung, die Landwirtschaft und damit auch für den Biolandbau müssen abgesichert werden. Wir Bauern brauchen eine langfristige Planungssicherheit
und Verlässlichkeit", sagte Schierhuber abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

MEP Agnes SCHIERHUBER, Tel.: 0032-2-284-5741
(aschierhuber@europarl.eu.int) oder Mag. Philipp M. Schulmeister,
EVP-ED Pressestelle, Tel.: 0032-75 79 00 21
(pschulmeister@europarl.eu.int)

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | VPK0008