FFF-Zwischenbilanz 2004

1. Halbjahr 2004: Gesamtförderung von 169,3 Mio. Euro - Wirtschaft geht in Großprojekte

Wien (OTS) - Offenbar bedingt durch die Unsicherheit der
Wirtschaft über die Umstrukturierung und die künftige Finanzierung des FFF war der Fonds im 1. Halbjahr 2004 mit einem Minustrend an Projekteinreichungen konfrontiert! Es wird jedoch deutlich, dass die Wirtschaft verstärkt in Großprojekte investiert, denn die Gesamtförderung bleibt mit 169,3 Mio. Euro zum Vergleichszeitraum des Vorjahres mit 175,3 Mio. Euro auf ziemlich gleichem Niveau. Der durchschnittliche Förderbarwert pro Projekt ist dagegen von 133.000 auf 165.000 Euro stark angestiegen, was dem Trend der Wirtschaft zu größeren Projekten entspricht.

"Mikrotechnik" stark wachsender Schwerpunkt der Forschungsförderung Die sich im dritten Jahr befindliche Aktionslinie "Mikrotechnik Österreich" (einschließlich Nanotechnologie) wird von der Wirtschaft weiterhin im stark steigenden Ausmaß angenommen. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres ist die Zahl der geförderten Projekte von 35 auf 48 angestiegen. Rund 2/3 der Projekte sind dabei der "Mikrotechnik" und rund 1/3 der "Nanotechnologie" zuzuordnen. Die zugesagten Förderungsmittel sind von 20,4 auf 31,0 Mio. Euro gestiegen.

Mit einem Anteil von 15 Prozent (das entspricht 24,6 Mio. Euro) der vergebenen Förderungsmittel halten sich die "Biowissenschaften" weiterhin auf dem hohem Niveau des Vorjahres.

Etwas eingebrochen sind dagegen die Projekte im Bereich der "IKT" (Datenverarbeitung und Datenbanken und Rundfunk-, Fernseh- und Nachrichtentechnik) mit 145 Projekten bzw. 46,4 Mio. Euro (2003: 169 Projekte bzw. 50,6 Mio. Euro). Der Anteil der vergebenen Förderungsmittel beträgt 27,4 Prozent (2003: 28,9 Prozent)

5 Mio. für "Brückenschlagprogramm" im Bereich "Wissenschaft-Wirtschaft" Die "Kooperationen Wissenschaft-Wirtschaft" sind dem FFF weiterhin ein besonderes Anliegen. Die diesbezüglichen Projekte sind allerdings von 138 auf 126 zurückgegangen. Hier wird der FFF in Zusammenarbeit mit dem Wissenschaftsfonds FWF im 2. Halbjahr 2004 einen besonderen Akzent setzen. Aus der Nationalstiftung sind dem FFF mittlerweile Sondermittel in der Höhe von 5 Mio. Euro für ein "Brückenschlagprogramm" für die "orientierte Forschung", die zur Nutzbarmachung und Weiterentwicklung von Ergebnissen der wissenschaftlichen Forschung in Richtung wirtschaftliche Anwendung und Umsetzung, dem FFF zugesagt wurden.

2. Halbjahr 2004: Finanzierung und Kontinuität der Forschungsförderung gesichert

Zusammen mit den 5 Mio. Euro für das "Brückenschlagprogramm" wurden dem FFF insgesamt 45 Mio. Euro von der Nationalstiftung zugesagt, die in drei Tranchen zu je 15 Mio. Euro in den Monaten Juli bis September ausbezahlt werden. Damit ist die Kontinuität der Forschungsförderung im 2. Halbjahr 2004 sichergestellt.

Vom FFF zur FFG

Ein "Transition Team" bereitet die Überführung des FFF in die neue "Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft mbH" (FFG) vor. In dieser Gesellschaft werden ab 1.9.2004 der Forschungsförderungsfonds (FFF), die Technologie Impulse Gesellschaft (TIG), die Austrian Space Agency (ASA) sowie das Büro für internationale Forschungs- und Technologiekooperation (BIT) zusammengeführt. Entsprechend den Zielen des Gesetzes wird mit dieser Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft mbH (FFG) eine kunden- und serviceorientierte Gesellschaft als einheitlicher Ansprechpartner für Unternehmer, Wissenschafter, universitäre und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen mit ganzheitlichem Angebot geschaffen. Das heißt, neben der klassischen monetären Förderung ist auch die Funktion der Beratung, Stimulierung und strategischen Entwicklung mit eingeschlossen.

Seitens der verantwortlichen Ministerien wird höchster Wert darauf gelegt, dass es durch die Neuorganisation zu keiner Unterbrechung der Forschungsförderung der Wirtschaft kommt. Es werden im Rahmen der Gesamtrechtsnachfolge alle Vorkehrungen getroffen, dass alle eingereichten Projekte weiterhin kontinuierlich evaluiert und zur Förderungsentscheidung gebracht werden.

Die Förderungstätigkeit des FFF ist in der FFG als eigener Geschäftsbereich abgebildet. Als Entscheidungsgremium wird das ehemalige FFF-Präsidium in einen Förderbeirat der neuen Gesellschaft übergeführt. Diesem Beirat ist bezüglich der Förderungsentscheidungen gesetzlich die gleiche Unabhängigkeit wie bisher garantiert, auch die Vertraulichkeit der Behandlung der Förderungsansuchen ist gewährleistet. Die geplanten Entscheidungstermine für den Herbst bleiben unverändert aufrecht.

Rückfragen & Kontakt:

DI Herbert Wotke
FFF-Geschäftsführer
herbert.wotke@fff.co.at

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