Feiertage: Haider lehnt Grasser-Vorschlag ab

Grasser zu viel auf Golfplätzen und Partys und zu wenig bei den Menschen

Wien (SK) Kritik am Feiertags-Vorschlag von Finanzminister Grasser übte Donnerstag in einer Pressekonferenz der oberösterreichische SPÖ-Vorsitzende, LH-Stv. Erich Haider. Die ArbeitnehmerInnen würden so zu einem "völlig disponiblen Produktionsfaktor umgewandelt; Feiertage, Erholung und Gesundheit sollten demnach keine Rolle mehr spielen, so Haider, der Grasser vorwirft, zu viel Zeit auf Golfplätzen und Partys zu verbringen und zu wenig bei den Menschen. ****

Haider erklärte, dass immer wieder die Facharbeiter als Österreichs Standortvorteil betont würden. "Die Frage ist nur, wie geht die Regierung mit ihnen um? Sie sollen gratis länger arbeiten, Feiertage, Erholung und Gesundheit sollen keine Rolle spielen und zum Abschluss gibt es für sie noch gekürzte Pensionen und vielleicht auch noch 20-prozentige Selbstbehalte", so Haider.

Der Vorschlag Grassers stelle zudem das soziale Zusammenleben und die religiösen Grundwerte in Frage. "Wir wollen dieses Gesellschaftsmodell nicht, wir wollen diese Ausbeutung nicht", so der oberösterreichische SPÖ-Vorsitzende, der abschließend an die Regierung appellierte, als Alternative mehr Facharbeiter auszubilden. (Schluss) cs

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