ÖH: Studierende aus Entwicklungsländern schauen durch die Finger

Ferrero-Waldner soll sich aufraffen und endlich handeln

Wien (OTS) - "Entwicklungszusammenarbeit steht nicht auf der ‚ToDo Liste' von Ferrero-Waldner. Sie lässt Studierende aus Entwicklungsländern einfach im Stich und die vielzitierte Internationalität, die sich die schwarzblaue Regierung so gern auf die Fahnen heftet, bleibt völlig auf der Strecke", zeigt sich Barbara Wittinger aus dem Vorsitzteam der ÖH (Österreichische HochschülerInnenschaft) empört über die Zustände.

"Doppelte Studiengebühren für Studierende aus Entwicklungsländern einerseits, keine gesicherte Rückerstattung derselbigen andererseits-das ist ein unerträglicher Zustand. Wie soll in einer solchen ‚Ausbeutungssituation' noch ein Anreiz für Menschen aus Bulgarien, Kroatien oder der Türkei bestehen nach Österreich studieren zu gehen?" fragt sich Wittinger.

"Aufgrund der ‚soliden' Unterfinanzierung der Universitäten, haben sich einige Rektoren (WU, Medizin Wien, Musik Wien, Uni Innsbruck) entschieden, das Geld nicht zurückerstatten. Daher müssen viele Studierende ohne abgeschlossenem Studium in ihre Heimatländer zurückkehren und können weniger dazu beitragen diese wieder aufzubauen", ärgert sich Patrice Fuchs, Vorsitzteam der ÖH.
"Vice versa genießen die österreichischen Universitäten durch jene Studierende einen kulturellen Austausch, auf den wir nicht verzichten wollen", so Fuchs.

"Ferrero-Waldner soll sich bemühen, dass sie Bedingungen für eine tatsächliche Entwicklungszusammenarbeit schafft und den Studierenden aus Entwicklungsländern nicht sämtliche Chancen auf Bildung in Österreich raubt", so das Vorsitzteam unisono.

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