GPA-Trausznitz: Finanzminister Grasser hat auch von der Arbeitszeitproblematik keine Ahnung

Vorstoß um Abschaffung von Feiertagen macht inhaltlich keinen Sinn

Wien (GPA/ÖGB). (OTS) - "Langsam wird es zum Markenzeichen von Finanzminister Grasser, sich mit inhaltlich falschen Vorstößen mediale Aufmerksamkeit zu verschaffen. Anders kann auch sein letztes Vorpreschen in der Arbeitszeitfrage und seinem konkreten Vorschlag zur Abschaffung bzw. Verlegung von Donnerstagsfeiertagen nicht erklärt werden", zeigt sich der stellvertretende Bundesgeschäftsführer der GPA, Günther Trausznitz, überzeugt.++++

Wenn ein Feiertag wie beispielsweise Christi Himmelfahrt oder Maria Himmelfahrt auf einen Donnerstag entfällt, dann ist deswegen der darauf folgende Freitag (Fenstertag) nicht automatisch frei. Viele ArbeitnehmerInnen konsumieren dann eben einen Urlaubstag oder bauen Überstunden ab. "Es wäre daher interessant vom Finanzminister zu erfahren, welchen Sinn es macht, wenn der Feiertag von einem Donnerstag auf einen Freitag verlegt würde. Insgesamt käme es zu keiner Veränderung der Jahresgesamtarbeitszeit", so GPA-Trausznitz weiter.

"Außerdem würde mich interessieren, seit wann der Finanzminister auch für arbeitsrechtliche Belange zuständig ist. Laut Ressortverteilung fallen Gesetzesmaterien wie das Arbeitsruhegesetz oder das Feiertagsruhegesetz nämlich in die Zuständigkeit von Minister Bartenstein. Oder bahnt sich da etwa ein neuerlicher Seitenwechsel Grassers an? Nachdem er zuerst die Partei gewechselt hat, liebäugelt er etwa auch schon mit einem Ressortwechsel?", ist GPA-Trausznitz sichtlich amüsiert.

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ÖGB, 15. Juli 2004 Nr. 511

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