FP-Barnet: Floridsdorf darf nicht zubetoniert werden!

SPÖ-Stadtregierung will letzte Naherholungsräume opfern

Wien, 15-07-2004 (fpd) - Gegen den geplanten Bau eines Betonwerkes unmittelbar in einem Naherholungsraum in Wien-Floridsdorf hat sich heute der freiheitliche Gemeinderat Günther Barnet ausgesprochen. "Dieser Schildbürgerstreich muss durch die Verantwortlichen der SPÖ-Stadtregeierung sofort gestoppt werden", so Barnet wörtlich, der die FPÖ-Floridsdorf im Gemeinderat vertritt.

Unmittelbar in eine mehrere Quadratkilometer große freie Fläche, die derzeit landwirtschaftlich genutzt wird, soll ein Betonwerk errichtet werden, dass aus dem Hafengebiet im 2. Bezirk abgesiedelt werden muss. Die Grundstücke gehören dem Wiener Wirtschaftsförderungsfonds (WWFF), der von SPÖ und ÖVP dominiert ist. So sitzen im Präsidium des WWFF sowohl die Stadträte Rieder und Faymann, beide SPÖ, als auch die StRin Rothauer von der ÖVP. Die Bewohner der anliegenden Kleingartensiedlungen sowie Einfamilien- und Reihenhäuser, die täglich zu hunderten mit ihren Kindern und Hunden dieses Naherholungsgebiet nutzen, sind zu recht verärgert, erklärte Barnet an den sich viele besorgte Anrainer gewandt haben.

"Dieser Teil Floridsdorfs soll offensichtlich aus Sicht der SPÖ der Mistkübel Wiens werden", mutmaßte Barnet. Denn nach der geplanten Absiedelung der Busgarage der Wiener Linien aus dem 20. Bezirk in dieses Gebiet droht den Anrainern eine Vielzahl von weiteren Lärm-und Staubaggressoren, in die bisher eher ländlich gehaltene Nordrand-und Allißensiedlung in Wien Floridsdorf. "Erst Mitte der 90er wurde um Millionen (damals noch Schilling) der so genannte Jungbürgerwald keine 200 Meter vom geplanten Betonwerk errichtet und erst vor kurzem ein ebenso millionenteurer (EURO) Schallschutzwall entlang der Bahnlinie, der die Nordrandsiedlung schützen soll", erläuterte Barnet. Darüber hinaus ist der Verbindungsbach zwischen Marchfeldkanal und Oberer Alter Donau quer durch diese Fläche geplant, die schon derzeit Rückzugsgebiet für viele Wildtiere wie Hasen und Fasane ist, berichtete Barnet.

In den nächsten Jahren soll aber nach dem Willen der SPÖ-Stadträte Rieder, Schicker und Faymann sowie der Wiener ÖVP die gesamte Fläche zwischen Bahnlinie und Gerasdorferstraße - umgrenzt von Kleingärten, Einfamilien und Reihenhäusern - zu einem Industrie- und Gewerbegebiet werden, so der Floridsdorfer Gemeinderat. Dies obwohl entlang der Siemens- und Brünnerstraße sowie in der Gewerbezone Nord in der Donaustadt genügend freie Flächen vorhanden sind, an die nicht unmittelbar Wohnsiedlungen grenzen.
"Auf diese Fehlentwicklung habe ich bereits anlässlich der versuchten illegalen Errichtung einer Wohnsiedlung bei der Endstelle der U 1 in Leopoldau und bei den Diskussionen rund um die entsprechenden Flächenwidmungspläne der zuständigen Magistratsabteilung hingewiesen," erklärte Barnet. Damals hat die SPÖ-Stadtregierung und die SPÖ-Floridsdorf versprochen es nicht so weit kommen zu lassen. "Nunmehr gilt ihr Wort nichts", so Barnet.

Ein entsprechender Antrag der FPÖ-Floridsdorf vor ca. 2 Monaten in der Bezirksvertretung, mit dem alle derzeit noch unverbauten Flächen im 21. Wiener Gemeindebezirk einer neuerlichen Überprüfung der Widmung unterzogen werden sollten, damit solche Aktionen in Zukunft unterbleiben würden, wurde von SPÖ und ÖVP abgelehnt. "Wir werden dieses Anliegen aber bei der nächsten Bezirksvertretungssitzung und im Gemeinderat wieder einbringen. Bürgermeister Häupl und Bezirksvorsteher Lehner Farbe müssen dann Farbe bekennen, ob ihnen die Anliegen der Wiener und der Natur etwas Wert sind, oder ob sie alles zu betonieren wollen, damit namenlose Aktionäre von Großkonzernen noch mehr Profit machen", schloss Barnet. (Schluß)

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