Gesundheit bei Schwerarbeit kein Thema

Frau Gesundheitsminister, werden Sie Ihrer Aufgabenstellung gerecht!

Wien (GBH/ÖGB). (OTS) - "Mit Verwunderung habe ich zur Kenntnis genommen, dass gerade die Frau Gesundheitsminister Rauch-Kallat keine gesundheitspolitischen Vorschläge in die Diskussion um die Schwerarbeitsregelung einbringt. Der Bereich der Schwerarbeit ist schließlich eines der wichtigsten und vordringlichsten Betätigungsfelder für eine zukunftsorientierte Gesundheitspolitik. Frau Gesundheitsminister, warum nehmen Sie Ihre Aufgaben nicht wahr?", so der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Bau-Holz und ÖGB-Vizepräsident Johann Driemer.++++

Driemer weiter: "Eine berufsbegleitende Gesundheitsvorsorge spart nicht nur großes menschliches Leid, sondern auch Kosten für Krankenbehandlung, Milliarden an volkswirtschaftlichen Kosten und vermindert die steigenden Zahlen an Berufsunfähigkeits- und Invaliditätspensionen. Nur wer gesund bleibt, kann auch länger arbeiten. Diese einfache und klare Wahrheit scheinen die politisch Verantwortlichen völlig zu übersehen. Vor allem bei der Schwerarbeit, aber auch in allen anderen Berufsbereichen, müssen Gesundheitspolitik und das Pensionsrecht eine Einheit in der politischen Zielsetzung sein. Die Gewerkschaft Bau-Holz fordert daher schon seit Jahren eine Vernetzung von berufsbegleitender Gesundheitsvorsorge mit dem Pensionssystem und dem Arbeitsmarkt. Frau Gesundheitsminister, lehnen Sie sich in den wichtigen Fragen der Gesundheitspolitik nicht untätig zurück, sondern handeln Sie! Auf Gesundheitspolitiker, die ihren Aufgaben nicht nachkommen, sollte die Republik verzichten."

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ÖGB, 15. Juni 2004 Nr. 510

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