Morak: "E-Government ist Einstieg in die Zukunft"

Treffen der österreichischen E-Government Mustergemeinden

Wien (OTS) Heute Vormittag fand in Weikersdorf in Niederösterreich unter Teilnahme von Staatssekretär Franz Morak ein Erfahrungsaustausch zum Thema E-Government in Gemeinden statt. Die österreichischen E-Government Mustergemeinden Weikersdorf (NÖ), Inzersdorf-Getzersdorf (NÖ), Hitzendorf (Stmk.), Steyr (OÖ) sowie Kremsmünster (OÖ) präsentierten ihre Projekte im Bereich der E-Government Anwendungen und luden zu einem Erfahrungsaustausch ein.

Staatssekretär Morak betonte die Wichtigkeit des elektronischen Amtsverkehrs für die kommunale Verwaltung. "Wenn man sich zahlreiche neue Firmengründungen anschaut, dann erkennt man, dass viele neue Betriebe im Bereich Internet angesiedelt sind. Jede Gemeinde sollte in der Lage sein, derartigen Unternehmen eine Heimstätte bieten zu können. Der elektronische Amtsverkehr ist unser Einstieg in die Zukunft. Die österreichische Verwaltung ist ohne Internetnutzung nicht mehr vorstellbar, es muss einfach ein Umdenken stattfinden. Dieses Umdenken haben die Bürgermeister der E-Government Gemeinden bereits eingeleitet. Ich möchte allen Beteiligten ganz herzlich danken, die Arbeit der Gemeinden ist nicht hoch genug einzuschätzen, " so Morak und wies in diesem Zusammenhang auch auf die Wichtigkeit bürgernaher und benutzerfreundlicher Anwendungen hin. "Mehr zum Bürger und schneller zu Sache soll unsere Devise sein. Die Anwendungen müssen so einfach gehalten sein, dass sie wirklich von allen Benutzern leicht gehandhabt werden können. Es geht darum, "Down to Earth" zu bleiben und den elektronischen Amtsverkehr für jeden attraktiv zu gestalten, " so Staatssekretär Morak abschließend.

Der österreichische Gemeindebund hat mit der Stabsstelle IKT-Strategie des Bundes im Jahre 2003 das Projekt "Mustergemeinde" initiiert. Innerhalb dieser Mustergemeinden wird E-Government beispielhaft umgesetzt. Damit sollen Erfahrungen gesammelt werden, wie strategiekonforme E-Government Elemente, wie zum Beispiel die elektronische Signatur, Web-Formulare, Online-Zahlung und elektronische Zustellung in bereits bestehende Verwaltungssysteme optimal integriert werden können.

So ermöglicht die Gemeinde Inzersdorf-Getzerdorf (Bgm. Franz Haslinger) den Winzerbetrieben eine automatisierte Heurigenanmeldung. Damit konnten Zeit und Kosten bei Betrieben und Gemeinde eingespart werden.

Die Gemeinde Weikersdorf (Bgm. Franz Laferl) bietet ihren Bürgern eine einfache "Wasserzählerablesung" mittels standardisierten Online-Formulars. Signiert wird mit der Bürgerkartenfunktion auf Chipkarte oder Handy.

Magistrat Steyr (Bgm. David Forstenlechner) ist ein EDV Pionier. So wurde bereits der elektronische Akt eingeführt, sämtliche 105 Formulare des Magistrats sind digital signierbar und stehen sehbehindertengerecht im Internet zur Verfügung.

Die Gemeinde Kremsmünster (Bgm. Franz Fellinger) ist bereits seit dem Jahr 1996 im Web. 1998 wurde gemeinsam mit RiS Steyr das RiS-Kommunal entwickelt, welches heute die wichtigste Homepage-Plattform für Gemeinden in Österreich darstellt. Darüber hinaus arbeitet Kremsmünster seit 2000 mit dem elektronischen Amtshelfer des Bundes help.gv.at zusammen. Eine Web-Shop Plattform für ansässige Betriebe sowie die erste Multimedia-Säule der Telekom erweitern das kommunale Online Angebot.

Die Stabsstelle IKT-Strategie des Bundeskanzleramtes hat gemeinsam mit dem Land Steiermark im Frühjahr 2004 das Pilotprojekt "Bürgerkartengemeinde Hitzendorf" (Bgm. Franz Höfer) gestartet. Die Marktgemeinde Hitzendorf bietet für einen Zeitraum von 2 Jahren allen Bewohnerinnen und Bewohnern sowie den dortigen Unternehmen sowohl die Bürgerkartenfunktion auf Chipkarten als auch Mobiltelefonen gratis an.

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Exekutivsekretär E-Government des Bundes
Christian Rupp
Tel.: (01) 53115 6130

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