Boltz soll mit Anti-Ökostrompropaganda aufhören

IG Windkraft verlangt Vorlage der ganzen Umfrage

Wien (OTS) - Die heutigen Aussagen von e-control Geschäftsführer Walter Boltz sind ein weiteres Indiz dafür, dass die e-control lieber einseitige Politik betreibt, statt sich auf ihre Regulierungs-und Schiedsrichterfunktion zu konzentrieren.

Laut heutiger OTS-Aussendung der e-control hat die Regulierungsbehörde eine Umfrage zur Ökostromförderung machen lassen. In der Aussendung werden die an sich sehr positiven Ergebnisse mit eigenwilligen Interpretationen gegen den Ökostromausbau und das Ökostromgesetz verwendet.

Besonders die Interpretation des Ergebnisses, dass 67% der Befragten sagen, dass "Windkraftanlagen nur an Orten errichtet werden sollen, wo entsprechend günstige Bedingungen vorherrschen" stößt auf Kritik. Laut Boltz sei sie "ganz klar ein Indiz dafür, dass die Österreicher den starken Anstieg der Windkraftanlagen zunehmend kritisch hinterfragen [...]."

"Das sind solche No-Na-Fragen, da sag ich selbstverständlich auch gerne ja, stehe dem Windkraftausbau aber nicht kritisch, sondern im Gegenteil positiv gegenüber.", so Stefan Hantsch, Geschäftsführer der IG Windkraft. "Die Interpretation von Herrn Boltz ist daher sachlich falsch und muss zurück gewiesen werden."

Aus den Erfahrungen mit der Internetplattform http://www.oekostromforum.at , die von der e-control eingerichtet wurde, kann man lernen, dass die e-control sehr gerne suggestive Fragen gegen Ökostromanlagen stellt. In diesem Forum waren auch Einträge aus der Zeit vor dem offiziellen Internetstart, die allesamt eindeutig negative Aussagen zu Ökostrom beinhalteten, und von den Initiatoren der e-control stammen mussten.

Interessant ist daher die Herausgabe der gesamten Umfrage mit der genauen Fragestellung. Es wäre verwunderlich, wenn die Umfrage wirklich nur aus drei Fragen bestanden hätte.

"In Umfragen zu Ökostrom drückt die Bevölkerung normalerweise ihre eindeutig positive Einstellung zum Ausbau der Erneuerbaren Energien. Die heutige Aussendung der e-control lässt für mich den Schluss zu, dass hier Strom-"Schiedsrichter" Boltz wieder etliche 1000 Euro der Stromkonsumenten für eine Umfrage verwendet hat, um Stimmung gegen Ökoenergien zu machen. Anscheinend ist die Umfrage aber zu positiv ausgefallen, und so will man sich mit eigenwilligen Interpretationen und der nur teilweisen Veröffentlichung hinüberretten", so Hantsch abschließend

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