Morak: Neue Ära des Carinthischen Sommers mit Intendant Thomas Daniel Schlee

Carinthischer Sommer Sonntag Abend eröffnet

Wien (OTS) - "Heuer startet der Carinthische Sommer mit seinem
neuen Intendanten Thomas Daniel Schlee neu durch. Ich freue mich besonders, dass an der Spitze des Festivals ein Künstler, in diesem Fall ein Komponist steht, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, sein Wissen und sein Können der Kunstvermittlung zu widmen. Das ist tatsächlich eine große Herausforderung aber auch eine Chance", so Kunststaatssekretär Franz Morak, gestern Abend anlässlich der Eröffnung des Carinthischen Sommers im Stift Ossiach.

Thomas Daniel Schlee werde "die Tradition dieses renommierten Kärntner Festivals aufnehmen, charakteristisch erweitern und mit neuen Akzenten versehen". Gleichzeitig werde es darum gehen, in einer Zeit, in der Sommerfestivals Hochkonjunktur haben, die Weichen für die Zukunft zu stellen. Der Carinthische Sommer sei seit 35 Jahren Teil des kulturellen Lebens in Kärnten und könne sein Profil nur über die Inhalte schärfen, betonte Morak.

Schlee mahne ein, was sich Künstlerinnen und Künstler in ihrer Auseinandersetzung mit der Welt und ihrem Umfeld für ihre Kunst wünschen: eine Rezeption ihres Werks um der künstlerischen Wertigkeiten willen, und nicht wegen des social events", betonte Morak. Dabei gelte es, eine Gratwanderung zu absolvieren: Denn Sommerfestspiele stünden auch vor der Aufgabe, den kulturellen Bedürfnissen der Menschen entgegenzukommen und sie im sprichwörtlichen Sinn "abzuholen".

Ossiach hat sich in dem "seltenen Genre der Kirchenopern ganz besondere Verdienste erworben und mit der Spezialisierung auf die Kirchenoper einen wichtigen Impuls für die zeitgenössische Musik gesetzt", so der Staatssekretär in seiner Eröffnungsrede. Daher sei es umso erfreulicher, dass in Zukunft dieser Schwerpunkt verstärkt zum Tragen komme. Darüber hinaus ist gerade für die Kunstförderung des Bundes der Aspekt der Aufführung zeitgenössischer Musik ein wesentlicher Ansatzpunkt. Die heuer wieder erhöhte Subvention für den Carinthischen Sommer verstehe Morak auch als "deutliches Signal und Bekenntnis zur Förderung von Qualität in den Regionen. Kulturpolitik muss darauf reagieren, dass sich in den vergangenen Jahren in den Bundesländern ein enormes kulturelles Potenzial von hoher und höchster Qualität entwickelt hat", unterstrich der Staatssekretär.

Abschließend bedankte sich der Staatssekretär auch bei der langjährigen Intendantin des Carinthischen Sommers Gerda Fröhlich, "die das Erbe von Prof. Wobisch und Pfarrer Jakob Stingl vor 23 Jahren übernommen hat und mit großem Engagement jahrzehntelang kulturelle Highlights in der Kärntner Kulturlandschaft ermöglicht hat", so Morak.

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