Unigesetz: Ärzte in Facharztausbildung dürfen Senat wählen

Österreichische Ärztekammer begrüßt Änderung - Mayer: "Überfällige Kurskorrektur"

Wien (OTS) - Als überfällige Kurskorrektur und wichtige Grundsatzentscheidung hat die Österreichische Ärztekammer (ÖÄK) den Beschluss des Nationalrats von vergangener Woche bezeichnet, alle Ärzte in Facharztausbildung an den Medizinischen Universitäten zur Senatswahl zuzulassen. "Die Politik hat auf unser Drängen hin ein Einsehen bewiesen, dass einer der Hauptträger der Arbeit an den Kliniken auch politisch zu den Mitentscheidern gehören muss", erklärte der Obmann der Bundeskurie Angestellte Ärzte in der Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK), Dr. Harald Mayer, am Montag in einer Aussendung. "Auf unsere Initiative hin ist es gelungen, das Wahlrecht zu sichern und damit eine nicht unwesentliche Gruppierung der Leistungsträger in die Entscheidungsfindung einzubinden. Damit wird eine wichtige Lücke geschlossen und der Gerechtigkeit genüge getan."

In diesem Zusammenhang forderte Mayer erneut mehr Mitbestimmungsrechte im Senat für die Ärzte des Mittelbaus. Dessen Rechte blieben im neuen Universitätsgesetz gegenüber dem alten Gesetz auch weiterhin empfindlich eingeschränkt, da die Zahl der Sitze im Senat deutlich zurückgenommen worden sei. "Aus unserer Sicht ist diese Tatsache sehr problematisch, denn der Mittelbau ist sozusagen das Herzstück der Medizinischen Universitäten, die Hauptsäule der medizinischen Versorgung und Forschung", so Mayer. Er fordere die Politik auf, auch an dieser Stelle noch einmal über Änderungen nachzudenken.

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