Wehsely: Integrations- und Frauenpolitik ganz oben auf der Agenda

Wien (OTS) - Integrations- und Frauenpolitik, hier liegen die Schwerpunkte auf der Agenda von Mag.a Sonja Wehsely, amtsführende Stadträtin für Integration, Frauenfragen, KonsumentInnenschutz und Personal. "Vom Rand ins Zentrum" und "Von der Stadt in die Zivilgesellschaft", so definierte Integrations- und Frauenstadträtin Maga Sonja Wehsely die Grundsätze der Wiener Integrations- und Diversitätspolitik Montag bei einer Medienkonferenz im Wiener Rathaus. Bei der Sitzung des Wiener Gemeinderats am Donnerstag, den 1. Juli 2004 wurden mit der Schaffung einer eigenen Magistratsabteilung (MA 17 Integrations- und Diversitätsangelegenheiten) die Integrations- und Diversitätsagenden in einer neuen Qualität in der Stadt verankert.****

In Wien gebe es rund 75.000 Kinderbetreuungsplätze, rund 36.000 werden davon durch die Stadt Wien selbst betrieben. "Durch die frühe Begegnung von Kindern aus unterschiedlichen Kulturen wird die Grundlage zum positiven Zusammenleben gelegt und die Kinder haben Zeit im täglichen Umgang mit ihren österreichischen Freunden spielerisch die deutsche Sprache zu erwerben. Integration beginnt im Kindergarten", stellte Wehsely klar.

"Die Wiener Sprachoffensive - kurz SPROFF - ist ein Musterbeispiel gelungener Integrationsmaßnahmen. Im Unterschied zu den Maßnahmen von Schwarz-Blau auf Bundesebene brauchen wir keine Geldstrafen oder Androhungen von Ausweisungen - wir arbeiten mit dem Prinzip Freiwilligkeit", so Sonja Wehsely. Mehr als 15.000 KursteilnehmerInnen seien so in den letzten fünf Jahren bereits angesprochen worden.

Bei den Mädchen anzusetzen ist eines der erklärten Ziele der neuen Frauenstadträtin: "Ich möchte Mädchen fördern, ihr Selbstbewusstsein stärken, sie selbständig machen, ihnen Chancen eröffnen", beschreibt Sonja Wehsely ihre Motive. Ab Herbst solle es in Wien ein Mädchentelefon geben, welches das ganze Jahr über besetzt sein und Anfragen von Mädchen entgegen nehmen werde. "Ziel ist, dass alle AnruferInnen entweder die gewünschte Auskunft oder eine Weitervermittlung an die relevante Stelle erhalten."

Die Hälfte der 5.918 weiblichen Lehranfängerinnen in Wien haben im Jahr 2003 eine Ausbildung zur Friseurin, Bürokauffrau oder Einzelhandelskauffrau begonnen. "Eine Zukunftsbranche sind aber ganz sicher die technischen Berufe. Es geht mir darum, für Mädchen die HTL als Berufsausbildungsmöglichkeit stärker ins Interessenfeld zu rücken und dann auch begleitende Maßnahmen für Mädchen an den Schulen zu setzen", betonte Wehsely.

Gewaltschutz ist leider nach wie vor ein wichtiges Thema im Frauenressort. Die Stadt Wien unterhält selbst eine Reihe von Einrichtungen, an die sich Frauen (und Kinder), die Opfer von Gewalt wurden, wenden können (Frauennotruf, vier Wiener Frauenhäuser). Laut Gesetz ist Gewaltschutz aber primär eine Bundesaufgabe: "In einigen Fällen sind wir bereits für den Bund eingesprungen. Doch unser Budget hat Grenzen. Der Bund muss endlich seiner Verantwortung nachkommen", schloss Wehsely.

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