Leitl: Pensions-Harmonisierung für alle Erwerbstätigen ist fair, gerecht und nachhaltig

Jeder Beitrags-Euro wird staatlich garantiert und aufgewertet auch wieder ausbezahlt - Leistungssicherheit für Versicherte garantiert - Verbesserungen bei Anrechnung der Kindererziehung

Wien (PWK487) - "Die Harmonisierung der Pensionssysteme für alle Erwerbstätigen steht auf Schienen. Das geplante harmonisierte Pensionssystem samt Pensionskonto für jeden ist ein überaus wichtiger Meilenstein für die gerechte, transparente und nachhaltige Zukunftssicherung von Unselbständigen, Selbständigen, Bauern und Beamten." Christoph Leitl, Präsident der Wirtschaftskammer Österreich, bedauert jedoch, dass es trotz weitestgehender Akzeptanz des harmonisierten Pensionsmodells bei Regierungsparteien und Sozialpartnern zu keiner Vier-Parteien-Einigung gekommen ist. Trotz großer Zugeständnisse der Regierung hätten Vertreter von Opposition und Arbeitnehmern auf eine Rücknahme der Pensionsreform von 2003 bestanden. Leitl: "Damit wäre aber die nachhaltige Finanzierbarkeit des harmonisierten Pensionssystems und damit die Leistungssicherheit für die Versicherten in Frage gestellt worden. Hier galt es, trotz legitimer Einzelinteressen den Blick auf das Ganze zu wahren."

Als wesentlichsten Punkt des neuen harmonisierten Pensionsmodells sieht Leitl "eine faire und gerechte Pensionsberechnung für alle. Jeder Euro, der an Beiträgen auf das individuelle Pensionskonto einbezahlt wird, wird staatlich garantiert und - entsprechend aufgewertet - auch wieder an den Versicherten ausbezahlt. Kein Junger braucht damit mehr Sorge haben, dass er zwar heute einiges an Beiträgen in das Pensions-Umlagensystem einzahlt, aber selbst nur mehr wenig Pension im Alter herausbekommt. Damit geben wir vor allem der Jugend Sicherheit."

Für alle über 55-jährigen gilt das bisherige Pensionsrecht, für alle unter 55-jährigen erfolgt der Übergang vom bestehenden in das harmonisierte Pensionsrecht mittels Parallelrechnung. Grundsätzlich gilt: Nach 45 Beitragsjahren soll für alle Erwerbstätigen im Alter von 65 Jahren eine Pension in der Höhe von 80 Prozent des Lebensdurchschnittseinkommens erzielt werden. Das Regel-Pensionsalter beträgt 65 Jahre, der Pensionsantritt soll aber ab 62 mit entsprechenden Abschlägen (4,2 Prozent jährlich) möglich sein. Wer nach 65 in Pension geht erhält bis zum 68. Lebensjahr einen entsprechenden jährlichen Bonus. Für Zeiten der Kindererziehung, Krankheit, Arbeitslosigkeit und Präsenzdienst gibt es großzügige Ersatzleistungen. Leitl: "Für alle Frauen, also auch Unternehmerinnen, bedeutet das in Zusammenhang mit einer Mindestversicherungszeit von 7 Jahren für die Erlangung eines Pensionsanspruches eine erhebliche Verbesserung gegenüber der Pensionsreform 2003." Künftig werden für vier Jahre pro Kind diese Zeiten der Kindererziehung mit einer Beitragsgrundlage von 1350 Euro wirksam, das ist eine deutliche Erhöhung.

Gleichzeitig, so Leitl, wird auch die nachhaltige Finanzierbarkeit der Alterssicherung durch einen "Nachhaltigkeitsfaktor", der auf Veränderung bei Lebenserwartung, Produktivität und die Entwicklung der Erwerbsquote Rücksicht nimmt, garantiert: "Es geht darum, das Pensionssystem in Österreich auch finanziell zukunftssicher zu machen. Damit kann dieses Thema ein für allemal abgeschlossen werden. Allen Betroffenen werden somit klare und verlässliche Orientierungspunkte für ihre Altersvorsorge gewährleistet." (RH)

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