Sex-Skandal: Grüne sehen Bischof Krenn unter massivem Druck

Huber: "Land sollte derzeit öffentliche Auftritte mit Bischof meiden"

Wien (OTS) - "Das Sammeln von Kinderpornografie kann man nicht als 'Buben-Dummheiten' verharmlosen", so kommentiert der Landesgeschäftsführer der NÖ Grünen, Thomas Huber, die jüngsten Aussagen von Bischof Krenn im Zusammenhang mit dem Sex Skandal im St. Pöltner Priesterseminar. Nach Ansicht der Grünen trägt Bischof Krenn die Verantwortung für die Vorfälle im St. Pöltner Priesterseminar. Nachdem nun in den Medien erste eindeutige Fotos aufgetaucht sind, spricht Huber von der "Spitze eines Eisberges".

Bei mehreren Hausdurchsuchungen im Priesterseminar sind bereits Zehntausende Fotos beschlagnahmt worden. Nachdem auch Minderjährige beteiligt sind, besteht der dringende Verdacht, dass es sich um strafbares Delikt handelt. Bischof Kurt Krenn hat die Vorfälle lediglich als "Buben-Dummheiten" bezeichnet. Wenn erwachsene Männer homosexuelle Kontakte haben, dann ist das nach Ansicht der Grünen sowohl innerhalb als auch außerhalb der Kirche ihre höchstpersönliche und private Angelegenheit, in die sich im übrigen auch die Kirche nicht einmischen sollte. Wenn allerdings Kinder zu Pornofotos gezwungen oder Abhängigkeitsverhältnisse ausgenutzt werden, dann kann dies nicht mehr mit "Buben-Dummheit" abgetan werden. Huber: "Das offizielle Niederösterreich ist gut beraten, bis zur vollständigen Aufklärung der Vorfälle im Priesterseminar öffentliche Auftritte mit dem St. Pöltner Bischof zu meiden."

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