Sozial-Landesrat Josef Ackerl: FPOÖ-Demagogie in Sachen Kurzzeitpflege

Oberösterreich im Ausbau der Kurzzeitpflege bundesweit mehr als deutlich an der Spitze

Linz (OTS) - Mit einer "regelrechten Falschinformation"
untermauert FP-Sozialsprecherin LAbg. Helga Moser ihre Kritik an Sozial-Landesrat Josef Ackerl betreffend den Ausbau der Kurzzeitpflegeplätze. Oberösterreich liegt im Ausbau der Kurzzeitpflege mehr als deutlich an der Spitze Österreichs. So befinden sich 42 Prozent aller bundesweiten Kurzzeitpflegeplätze in Oberösterreich.

"Selbstverständlich wird das OÖ Sozialressort den Ausbau dieses wichtigen Angebotes weiter vorantreiben. Wer hier aber wie die FP-Sozialsprecherin von einer ‚Blockade‘ spricht, betreibt blanke Demagogie," kritisiert der zuständige Sozial-Landesrat Josef Ackerl.

Nicht ganz auf dem letzten Stand befindet sich FP-Sozialsprecherin Helga Moser mit ihrer statistischen Untermauerung für die Forderung nach einem Ausbau der Kurzzeitpflegeplätze. So stimmt weder in Freistadt noch in Eferding oder Linz-Land die Anzahl der von ihr angeführten Kurzzeitpflegeplätze bzw. die Bedarfsdeckung laut Bedarfs- und Entwicklungsplänen. So gibt es in den Bezirken Freistadt bzw. Eferding 13 bzw. 10 Kurzzeitpflegeplätze und nicht wie von der FP-Sozialsprecherin angeführt, jeweils sechs Plätze. Auch die Anzahl der Kurzzeitpflegeplätze in Linz-Land hat Moser mit 21 statt tatsächlich 26 unterschätzt. Die Bedarfsdeckung liegt in diesen Bezirken jenseits der 100 Prozent. Auch die von Landesrat Ackerl jüngst vorgestellten Daten hat Moser offensichtlich falsch wiedergegeben. So ist seit dem Jahr 2000 die Zahl der Aufenthaltstage und nicht - wie von LAbg, Moser behauptet- der Bedarf (laut BEP) um 22 Prozent gestiegen. Hochgerechnet auf eine nur theoretisch mögliche "Vollauslastung" (Belegung jedes Platzes an jedem Tag im Jahr) lag der Auslastungsgrad im vergangenen Jahr bei 65 Prozent.

Im Bundesländervergleich liegt Oberösterreich bei den Kurzzeitpflegeplätzen - wie generell bei den Standards in den Alten-und Pflegeheimen - mehr als deutlich an der Spitze. So befinden sich knapp die Hälfte (42%) aller bundesweiten Kurzzeitpflegeplätze in oberösterreichischen Heimen. Gegenwärtig bieten rund 80 Prozent (!) aller Alten- und Pflegeheime Kurzzeitpflege an. Zusätzlich zu den Kurzzeitpflegeplätzen gibt es in Oberösterreich auch noch "variable Plätze", die von den Heimen je nach Bedarf und Möglichkeit vergeben werden. "Was der FP-Sozialsprecherin zudem mehr absichtlich als unabsichtlich entgangen sein dürfte, ist die Tatsache, dass in Oberösterreich die regionalen Sozialhilfeverbände für die ‚konkrete Nutzung‘ der Alten- und Pflegeheime zuständig sind. Eine Steuerung ist dem Land nur bei Neubauten durch die verbindliche Vorgabe von Kurzzeitpflegeplätzen möglich", so Ackerl.

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