ELLMAUER: EU-AUSSENMINISTERRAT MUSS DRUCK AUF SUDAN ERHÖHEN

ÖVP-Menschenrechtssprecher begrüßt Vierparteien-Einigung im Nationalrat

Wien, 12. Juli 2004 (ÖVP-PK) Der Konflikt in der westsudanesischen Krisenregion Darfur ist die schlimmste humanitäre Krise, die wir zur Zeit auf dieser Welt zu bewältigen haben. Vergewaltigungen, Vertreibungen und Zwangsrekrutierungen von Kindersoldaten sind an der Tagesordnung. Am Schlimmsten ist jedoch, dass Hilfsorganisationen in ihrer Arbeit behindert werden und tatenlos diesem menschenunwürdigen Treiben zusehen müssen. "Die EU-Außenminister müssen bei ihrer heutigen Ratssitzung den Druck auf die sudanesische Regierung weiter erhöhen, damit eine Ausweitung des Konfliktes insbesondere in den Tschad verhindert wird und Hilfsorganisationen ihre Tätigkeit vor Ort wieder aufnehmen können", forderte heute, Montag, ÖVP-Menschenrechtssprecher Abg. Matthias Ellmauer. Mit dem Vierparteien-Antrag, der am Freitag im Nationalrat beschlossen wurde, hat die österreichische Außenministerin die volle Unterstützung aller Parteien für diese Maßnahmen. ****

Rund zwei Millionen Menschen sind von diesem Konflikt, der sich hauptsächlich wegen Rohstoffvorkommen entwickelt hat, betroffen. Zahlreiche Initiativen der USA, der UNO, aber auch der Europäischen Union haben zwar zu Absichtserklärungen der sudanesischen Regierung geführt, nicht aber zu deren Erfüllung. "Nach wie vor wird Hilfsorganisationen der Zugang zu Flüchtlingen und Verletzten in der Region erschwert und die Kampfhandlungen zwischen den einzelnen Milizgruppen wurden nicht eingestellt. Der Druck auf die Regierung in Khartoum muss daher weiter erhöht werden", schloss Ellmauer. (Schluss)

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