Korea: Drittwichtigster Markt in Asien

Marktnischen für Austro-Exporteure bei Bekleidung und Modeschmuck, Geschenkartikeln sowie Nahrungs- und Genussmittelspezialitäten

Wien (PWK484) - "Korea ist nach China und Japan der
drittwichtigste Absatzmarkt für die österreichische Exportwirtschaft in Asien", sagt Walter Koren, Leiter der Außenwirtschaft Österreich (AWO) der WKÖ. Mit österreichischen Ausfuhren in der Höhe von 336,1 Mio. EUR (-4,1%) wurde im letzten Jahr das Rekordergebnis von 2002 nur knapp verfehlt. Als Gründe für den Rückgang sind in erster Linie die schwache Binnennachfrage und der starke Euro zu sehen. "Die Wechselkursrelation in Verbindung mit der weiterhin schwachen Konjunktur trübt leider auch die Aussichten für 2004", erwartet Koren. Der Rückgang sollte aber geringer ausfallen als 2003. Im erste Quartal des laufenden Jahres gingen die Exporte nach Korea im Vergleich zur Vorjahresperiode auch "nur" noch um 2% zurück.

"Größte Ausfuhrpositionen waren Maschinen und industrielle Ausrüstungen mit 165,2 Mio. EUR, gefolgt von Spezialfasern mit 30,7 Mio. EUR, Glas- und Kristallwaren mit 25,1 Mio. EUR und Mess- und Analysegeräte mit 11,3 Mio. EUR", berichtet Werner Somweber, WKÖ-Handelsdelegierter in Seoul. Bei den Maschinenexporten rangieren Spezialmaschinen mit 30,5 Mio. EUR an erster Stelle. Somweber:
"Marktnischen für österreichische Exporteure gibt es vor allem bei Bekleidung und Modeschmuck, Geschenkartikeln und in immer stärkerem Maße auch bei Nahrungs- und Genussmittelspezialitäten."

Die österreichischen Importe aus Südkorea verzeichneten 2003 ebenfalls einen leichten Rückgang um 3,3% auf 514,4 Mio. EUR, haben sich aber im ersten Quartal wieder stabilisiert (+0,1%). Die stärksten Warenpositionen unter Koreas Lieferungen nach Österreich sind Mobiltelefone mit 153,6 Mio. EUR, Automobile mit 104 Mio. EUR sowie Computer und -zubehör mit 76 Mio. EUR. Diese drei Positionen repräsentieren drei Viertel aller koreanischen Exporte in die Alpenrepublik. Das restliche Viertel verteilt sich auf Baumaschinen, TV-Geräte, Bekleidung sowie Spiele und Sportgeräte.

Die koreanische Wirtschaft, die seit der Finanz- und Wirtschaftskrise 1998 beeindruckende Wachstumssteigerungen aufwies, musste sich im vergangenen Jahr auf Grund einer geplatzten Konsumblase und darauf zurückzuführende massive Liquiditätsprobleme lokaler Kreditkartenunternehmen mit einer moderaten Zunahme des BIP um 3,1% begnügen. Getragen wurde dieses Wachstum ausschließlich vom Export, der im vergangenen Jahr trotz mehrerer großer Streikwellen und der in US-Dollar-Relation starken Landeswährung ein neues Rekordergebnis erzielte. Die Ausfuhren stiegen um 19,3% auf 193,8 Mrd. USD, die Einfuhren erhöhten sich um 17,6% auf 178,8 Mrd. USD.

Damit erreichte Korea sechs Jahre in Folge positive Handelsbilanzergebnisse. Für 2004 erwartet man sich auf Basis der robusten Exporterfolge - bei weiterhin verhaltener Inlandsnachfrage -ein BIP-Wachstum von 5%. Zusätzliche Konjunkturimpulse sollen in den nächsten Jahren auch von der Bauwirtschaft und dem Ausbau der Infrastruktur ausgehen. Die südkoreanische Regierung hat in ihrem Plan für die Landesentwicklung bestätigt, dass 2007 mit dem Bau einer neuen Verwaltungshauptstadt in einer zentralen Region der Halbinsel begonnen werden soll. (BS)

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