Vladyka: Armut und mangelnde Kinderbetreuung - Frauen besonders betroffen!

Kinderbetreuung und Berufschancen haben gegenseitige Abhängigkeiten

St. Pölten, (SPI) - "Jeder 10. Österreicher ist lt. aktuellem Armutsbericht bereits von Armut betroffen oder gefährdet. Speziell für unseren Bezirk, der sich bei den Durchschnittseinkommen in den letzten 10 Jahren von Platz 15 auf den Platz 19 verschlechtert hat, bedeutet dies, dass viele Menschen unserer Region verstärkt gezwungen werden, im benachbarten Ausland billig einzukaufen. Besonders Frauen sind von dieser prekären Situation besonders betroffen. Die Einkommenssituation von Frauen hat sich derart verschlechtert, dass wir im Bezirk Bruck lt. Studie der AK sogar an vorletzter Stelle mit einem Abstand von 36,2 % zum NÖ-Mittel liegen", so die Brucker SP-LAbg. Christa Vladyka über die dramatische Situation.****

60 % der weiblichen Arbeitnehmerinnen haben ein Einkommen unter 1000 Euro. Obwohl angeblich die Löhne gestiegen sind, bleibt heute unterm Strich weniger im Lohnsackerl als 2003. 50 bis 60 % der Betroffenen haben weniger als 800 Euro im Monat. "Die so genannte Steuerreform ab 2005 wird zur Gänze von den Teuerungen bei den Grundnahrungsmitteln, wie Brot und Gemüse, der Erhöhung der Mineralölsteuer auf Benzin, Diesel, Heizöl, der Erhöhung der Erdgassteuer, der Erhöhung der Gesundheitsausgaben, der Versicherungen usw. aufgefressen. Dies führt zu einer zusätzlichen Verschlechterung der Einkommenssituation. Die Steigerung der Arbeitslosigkeit, die fehlenden, oder nicht den Erfordernissen des Arbeitsmarkt entsprechenden Kinderbetreuungseinrichtungen, sowie die zum Teil fehlende Infrastruktur, verschärft die Lage gerade bei den Alleinerzieherinnen drastisch", so Vladyka.

Dies beweisen auch die bereits vorab gesichteten Rückläufe jener Fragebogen, die zur Aktion "Zukunft Kind - ZUKI" im heurigen Jahr durch die Sozialdemokraten des Bezirks ausgefolgt und nunmehr auch landesweit ausgewertet werden. Die wichtigsten Forderungen bzw. Klagen daraus sind: Längere Öffnungszeiten in den Kinderbetreuungseinrichtungen; zu teure Nachmittagsbetreuung speziell für Alleinerzieherinnen; Betreuungseinrichtungen für 0 bis 3-jährige fehlen; Öffnungszeiten der Betreuungseinrichtungen an die Ladenöffnungszeiten anpassen bzw. dem Bedarf von Kinderbetreuung an Sonn- und Feiertagen Rechnung tragen. Ebenso gilt es klare Stimmen für die Ganztagsschule.

"Für uns Sozialdemokraten, besonders für mich als Sozialsprecherin, wird diese Auswertung ein wichtiger Bestandteil meines Arbeitsauftrages für die Menschen im Bezirk sein", so LAbg. Christa Vladyka abschließend.
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