Krainer: Befürchtete negative Folgen der Studiengebühren sind eingetreten

Wien (SK) "Wir müssen die Universitäten nicht krank jammern, wir horchen nur genau zu und bringen hier die Sorgen der Betroffenen vor", so SPÖ-Abgeordneter Kai Jan Krainer am Freitag im Nationalrat zur Kritik seitens der Regierungsfraktionen. Die SPÖ sei nach wie vor gegen Studiengebühren, da sich gezeigt habe, dass die befürchteten negativen Auswirkungen eingetreten seien. Krainer sprach sich auch gegen andere Zugangsbeschränkungen aus. ****

Einerseits sei die SPÖ aus prinzipiellen Gründen gegen die Studiengebühren, da man der Ansicht sei, dass gewisse Risiken und Chancen nicht individuell, sondern solidarisch gelöst werden sollten. "Wir wollen die Zugangsbeschränkungen - und Studiengebühren sind monitäre und soziale Barrieren - so gering wie möglich halten", so Krainer.

Andererseits habe sich gezeigt, dass die Studiengebühren schlecht seien und negative Auswirkungen haben. Eine vom Bildungsministerium in Auftrag gegebene Studie habe ergeben, dass die Befürchtungen, die die SPÖ hatte, eingetreten seien. Der Zugang aus bildungsfernen Schichten zum Studium sei gesunken, hielt Krainer fest. Es habe sich auch gezeigt, dass die Studierenden als Folge der Studiengebühren mehr arbeiten müssten. Die Folge sei natürlich, dass sie weniger Zeit für ihr Studium aufwenden könnten.

Darüber hinaus zeige sich auch, dass die Betroffenen nichts von den Studiengebühren halten würden. Krainer zitierte aus einer aktuellen Studie des SORA-Institutes, die von der Österreichischen HochschülerInnenschaft in Auftrag gegeben worden war. 60 Prozent der Befragten halten demnach die Studiengebühren für ungerechtfertigt. 50 Prozent waren der Meinung, dass sich die Studienbedingungen seit der Einführung der Studiengebühren nicht geändert hätten, 33 Prozent waren sogar der Ansicht, dass sich die Umstände verschlechtert hätten. "Wenn man an die Bilder von Vorlesungen in Kinosälen denkt, dann kann man diesen 33 Prozent nur zustimmen", so Krainer.

Gegen die immer wieder im Raum stehenden zusätzlichen Zugangsbeschränkungen haben sich in diese Studie 70 Prozent ausgesprochen. "Auch wir sprechen uns dagegen aus und treten weiterhin für eine Abschaffung der Studiengebühren ein", so Krainer abschließend. (Schluss) js

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