Schasching schlägt Alarm: Kosten für Nachhilfeunterricht explodieren

Rada kritisiert: Neue Berufsbezeichnung "Diplompädagoge" hat keine wirkliche Aufwertung der Lehrer zur Folge

Wien(SK) Stundenkürzungen, Klassenzusammenlegungen, Wegfall
des Förder- und Stützunterrichts - all diese schwarz-blauen Maßnahmen sind für SPÖ-Abgeordnete Beate Schasching für den Qualitätsrückgang an den Österreichischen Schulen verantwortlich -und nicht nur das. "Dieser Qualitätsrückgang ist auch mit Schuld an den steigenden Kosten für Privatunterricht", machte Schasching am Freitag im Parlament auf eine Studie der Arbeiterkammer aufmerksam, der zufolge die Ausgaben für den Nachhilfeunterricht mit 100 Millionen Euro jährlich einen Höchststand erreicht haben. SPÖ-Abgeordneter Robert Rada entlarvte indes die Einführung des Titels "Diplompädagoge" als "klares Bekenntnis" der Regierung, gleiche Lehrergruppen für gleiche Arbeit nicht gleich bezahlen zu wollen. ****

Auch wenn es nun eine neue Berufsbezeichnung für die Lehrer gebe, am Qualitätsrückgang an den Schulen ändere das gar nichts, obwohl das dringend notwendig wäre, zeigte sich Schasching überzeugt. Rada schlug in dieselbe Kerbe: "Wenn es ihnen ernst wäre Lehrer in allen Bereichen gleichsetzen zu wollen, brauchen wir überhaupt keine unterschiedlichen Titel mehr."

Schasching nahm den Schulschluss zum Anlass, darauf aufmerksam zu machen, dass für hunderte Lehrer "ein für alle mal" Schulschluss sei, da ihre Verträge nicht verlängert worden seien. Abschließend richtete Schasching ein Appell an die Regierung, die Zukunftskommission und deren reformpädagogische Ansätze ernst zu nehmen. (Schluss) lm

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