WOLFMAYR: STUDIENBEITRÄGE HABEN SICH BEWÄHRT

Wien, 9. Juli 2004 (ÖVP-PK) Die Opposition will die Studienbeiträge abschaffen, wir wollen sie beibehalten. Denn die Studienbeiträge haben sich bewährt. Das erklärte ÖVP-Abg. Dr. Andrea Wolfmayr heute, Freitag, anlässlich der Debatte im Nationalrat und nannte Beispiele: Vor Einführung der Studienbeiträge betrug der Anteil der Studierenden, die im ersten Jahr keine einzige Prüfung machten, 38,8 Prozent. In den Jahren 2002/03 liegt dieser Anteil bei 19,8 Prozent. Auch in den Absolventenzahlen spiegelt sich die größere Ernsthaftigkeit bei Studienverlauf und Studiendauer wider: 2002/03 haben 18,2 Prozent mehr Studierende ihr Studium beendet als 1999/2000!" ****

"Entgegen den Behauptungen der Opposition haben wir es seit Einführung der Studienbeiträge mit einer durchaus positiven Entwicklung zu tun: Nach dem ersten Rückgang im Jahr der Einführung haben wir wieder kontinuierliche Steigerungen zu verzeichnen, und zwar bei den Studierendenzahlen ebenso wie bei den Anfängern von Doktoratsstudien. Wir haben mehr als 200.000 Studierende und die meisten Studienanfänger im Studienjahr 2003/04, gegenüber dem Wintersemester 2002 besteht bereits ein Zuwachs von 3,3 Prozent", betonte Wolfmayr.

Die Studienbeiträge seien auch keine soziale Hürde, fuhr die ÖVP-Abgeordnete fort: "Die Autoren der IHS Studie (Bericht zur sozialen Lage der Studierenden 2002) kommen zum Schluss, dass der Hochschulzugang sich in den letzten Jahren in Bezug auf die soziale Herkunft der Studierenden nicht verändert hat. Er belegt, dass es auch in der Folge zu keinen Verschiebungen kommt, die Zahl der Studienanfänger, die einen Vater ohne Matura haben, bleibt etwa bei 55 Prozent, der Anteil der Studienanfänger mit Arbeitervätern änderte sich ebenfalls nur minimal." Zusätzlich sei zu bedenken, dass das akademische Durchschnittsniveau insgesamt steigt: Es gibt eben auch immer weniger Väter ohne Matura. "Die Studienförderung gewährleistet, dass alle, die die Voraussetzungen dafür mitbringen und studieren wollen, auch studieren können. Soziale Unterschiede werden ausgeglichen, Studierende, die von ihren Eltern nicht oder nur wenig unterstützt werden können, erhalten zum Ausgleich eine staatliche Unterstützung."

Die Studienförderung sei außerdem in den Novellen 2000 und 2003 verbessert worden: Studienbeiträge werden ersetzt, die Absetzbeträge für Geschwister und den zweiten Elternteil wurden angehoben, die Zuverdienstmöglichkeiten erweitert, die Studienbeihilfen für verheiratete Studierende erhöht, die Studienförderung für behinderte Studierende verlängert und die Studienabschlussstipendien ausgeweitet. "Die Studienbeiträge sind keine Hürde, sondern sie haben geholfen, Scheininskribierende abzubauen, sie haben das Studium zu dem gemacht, was es sein soll: einer Ausbildungsmöglichkeit, die vollen Einsatz braucht und bei der, falls Unterstützung von staatlicher Seite notwendig wird, diese auch erbracht wird", schloss Wolfmayr.
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