Heinisch-Hosek zu Gehrer: "Sehr, sehr magere bildungspolitische Bilanz"

Wien (SK) "Die Reformen von der Regierungsseite haben uns meistens weh getan, Reformen, die den Schülerinnen und Schülern in Österreich gut tun würden, haben nicht stattgefunden, so auch heute nicht", kritisierte SPÖ-Jugendsprecherin Gabriele Heinisch-Hosek am Freitag im Nationalrat anlässlich der Debatte zur Abgeltung von Prüfungstätigkeiten. Ideen und Vorschläge der Opposition als auch der Zukunftskommission würden von der Bundesregierung bestenfalls ignoriert, so Heinisch-Hosek, die Bundesministerin Gehrer empfahl, gratis Nachhilfe bei den bildungspolitischen Programmen der SPÖ zu nehmen. SPÖ-Abgeordneter Christian Faul kritisierte die verfehlte LehrerInnenausbildungspolitik der Bundesregierung, SPÖ-Abgeordneter Robert Rada das Zurückschrauben der Prüfungstätigkeiten .****

Heinisch-Hosek zitierte die APA vom 28. Juni: "Viele Ankündigungen, wenig konkrete Reformen", das sei auch das, was heute hier auf dem Tisch liegt, kritisierte Heinisch-Hosek. "Wie Demokratie in den Schulen gelebt wird, das sollten wir schon den jungen Leuten überlassen", stellte Heinisch-Hosek in Richtung Gehrer klar. Der SPÖ gehe es um Bildungschancen, nicht nur um Bildungsergebnisse: "Nicht 'Wer kommt wie heraus aus einem Gymnasium', sondern 'Wie komme ich überhaupt hinein'". Hier herrsche sehr wohl ein starkes Stadt-Landgefälle und Untersuchungen zeigen, dass Mädchen geringere Chancen haben, ein Gymnasium zu besuchen, stellte die SPÖ-Abgeordnete klar.

Faul skizzierte ein wirklichkeitsnahes Beispiel seiner Schule aus der Steiermark: Hier habe es "Schulschluss" für zwei vierzigjährige Lehrer, beide 17 Jahre im Schuldienst, geheißen, für die es überhaupt keine Chance mehr gebe, außer sie übersiedeln nach Vorarlberg oder Tirol. Außerdem habe die Bundesministerin in der Steiermark zwei Akademien gegründet, wobei eine Akademie schon mehr Lehrer produziere als die Steiermark überhaupt brauche, so Faul. "Beim Hochschulstudiengesetz macht man wiederum einen Kniefall vor den Hochschulen der Diözese und der Kirche, es werden wieder mehr Lehrerinnen und Lehrer produziert als man jemals brauchen wird", kritisierte Faul.

Rada bedankte sich anlässlich des heutigen allgemeinen Schulschluss bei allen Lehrerinnen und Lehrer für ihre Leistungen und fügte hinzu: "Liebe Lehrerinnen und Lehrer, bedankt euch bei der Bundesregierung, eure Unterrichtstätigkeit und eure Prüfungstätigkeiten werden zurückgeschraubt, vor zwei Jahren mit dem Landeslehrerdienstrechtsgesetz und heute mit den Prüfungstätigkeiten". (Schluss) sk

Rückfragen & Kontakt:

Pressedienst der SPÖ
Tel.: (++43-1) 53427-275
http://www.spoe.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK0023