PACK: BUCHPREISBINDUNG AUF UNBESTIMMTE ZEIT VERLÄNGERT

Wien, 9. Juli 2004 (ÖVP-PK) "Zwei kurze Sätze sind von enormer Bedeutung für die heimischen Buchhändler, die Verlage und für die Konsumenten. Denn durch diese beiden Sätze wird die Buchpreisbindung ohne Befristung gesetzlich verankert", begrüßt ÖVP-Abg. Jochen Pack die Zustimmung zu einem entsprechenden Vier-Parteien-Antrag in der heutigen Sitzung des Nationalrates. ****

Vor vier Jahren wurde die Preisbindung auf Bücher auf der Einzelhandelsstufe im österreichischen Bundesgebiet gesetzlich verankert. Damit sollte die Aufrechterhaltung der Büchervielfalt und die Verhinderung von Beeinträchtigungen des lauteren Wettbewerbs gewährleistet werden. Die Regelung war jedoch bis 30. Juni 2005 befristet. "Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass sich die Preisbindung in der Praxis bewährt hat", so Pack weiter. "Gemeinsamer Konsens aller vier Parteien war nun, die Buchpreisbindung auf unbestimmte Zeit zu verlängern".

Die Verlängerung der Buchpreisbindung trägt dazu bei, dass Konsumenten aus einem vielfältigen Produktangebot zu fairen Preisen wählen können und die Verlage ermutigt werden, nicht nur kommerziell erfolgreiche Bücher zu verlegen, sondern auch kulturell wertvolle kleine Editionen auf den Markt zu bringen.

"In allen Institutionen der Europäischen Union besteht Einigkeit darüber, dass Bücher nicht nur eine Handelsware sind, sondern kulturelle Werte verkörpern, sowie Meinungsfreiheit und Freiheit der Lehre und der Forschung garantieren. Eine Richtlinie, die Preisbindungen für gemeinsame Sprachräume ermöglicht, wäre sehr zu begrüßen", so der Abgeordnete abschließend.
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