Mehr Raum für das "Gedächtnis des Landes"

Zubau beim Vorarlberger Landesarchiv feierlich eröffnet

Bregenz VLK) - Drei Geschoße, 16.500 Regallaufmeter für Urkunden, Akten, Handschriften und Pläne, 4,8 Millionen
Euro Baukosten: So lauten die Zahlen zum heute, Freitag,
eröffneten Zubau beim Vorarlberger Landesarchiv in Bregenz. Landeshauptmann Herbert Sausgruber betonte dabei die
Notwendigkeit dieser Einrichtung: "Das Landesarchiv ist ein wichtiger Dienstleister bei der Aufarbeitung der
Vergangenheit und eine bedeutende Informationseinrichtung,
die über die landeskundliche Forschung weit hinaus geht".
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Das Vorarlberger Landesarchiv, so der Landeshauptmann
weiter, sei gut geführt und verfüge über ein exzellentes Personal, und "dazu gehören auch gute räumliche
Infrastrukturen wie der neue Zubau".

Das Landesarchiv sei nicht nur die historische
Schatzkammer des Landes, sondern präsentiere sich darüber
hinaus als moderner wissenschaftlicher
Dienstleistungsbetrieb in den Bereichen Dokumentation,
Information und Forschung, sagte Landesrat Hans-Peter
Bischof: "Mit Dokumenten aus neun Jahrhunderten ist es das Gedächtnis des Landes. Und das Gedächtnis muss gepflegt
werden, sonst droht Amnesie."

Schlichter, funktioneller Tiefbau

Das alte Depotgebäude des Landesarchivs aus dem Jahr
1933 ist längst zu klein geworden. Deshalb entschloss sich
1998 die Landesregierung, im Anschluss an den Altbau einen schlichten, funktionellen Tiefspeicher zu errichten, der
optimale Lagerbedingungen am Stand der Technik bietet.
Baubeginn war Anfang 2002. Baureferent Landesstatthalter
Dieter Egger stellte das Bauprojekt vor: "Im neuen
dreigeschossigen Tiefspeicher stehen zusätzlich knapp
16.500 Regallaufmeter etwa für Urkunden, Akten,
Handschriften, Pläne zur Verfügung. Die erforderlichen Klimaverhältnisse – 18 Grad und 45 Prozent relative Luftfeuchtigkeit – werden durch besondere haustechnische
Anlagen (Frischluftzufuhr über Erdkollektoren, Wärmerückgewinnung) erreicht." Die Kosten für das
Gesamtprojekt einschließlich der Sanierung des Altbaus
belaufen sich auf 4,8 Millionen Euro.
(tm/dw,nvl)

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