Gorbach: Führerscheinreform soll im Herbst fertig sein

Entrümpelung und Verwaltungsvereinfachung soll Kosten reduzieren

Wien (OTS) - "Grob gesagt geht es um drei Stoßrichtungen, in die nach meinen Vorgaben die Vorbereitungen für die Führerscheinreform laufen sollen: 1. Ein effizienteres und unbürokratisches Führerscheinerteilungsverfahren, 2. Ein konkreter Zeitplan bis zum Scheckkartensystem und 3. eine Durchforstung und Entrümpelung von Theorie und Praxis in der Führerscheinausbildung", erklärte VK Infrastrukturminister Hubert Gorbach am Freitag. Übergeordnetes Ziel sei es, den Führerschein billiger zu machen.

Eine Arbeitsgruppe des Verkehrsministeriums gemeinsam mit der Wirtschaftskammer, BMI, den Ländern und den Sozialpartnern soll bis September konkrete Vorschläge vorlegen. Gorbach strebt einen überparteilichen Konsens an, die entsprechenden Gespräche werden noch in Juli aufgenommen.

"Wir müssen bei der Reform das richtige Augenmaß dafür finden, dass einerseits die Qualität der Ausbildung sichergestellt ist, andrerseits aber auch eine Vereinfachung und eine Vergünstigung herausschaut. Gerade die Gruppe der Führerscheinneulinge gehört laut Verkehrsstatistik zu den am meisten gefährdetsten Lenkern, weshalb ich hier einen Schwerpunkt bei der Bewusstseinsbildung schon in der Ausbildung setzen möchte", betonte der Verkehrsminister.

"Die jungen Lenker müssen bereits in der Ausbildung mit dem Unfallrisiko und den Folgen konfrontiert werden. Vorstellbar ist für mich im Zuge dieses Ausbildungsmoduls auch das Vorführen von abschreckenden Verkehrssicherheitsspots", erklärte Gorbach und verwies auf eine entsprechende Kampagne mit eindringlichen Spots, die er im Herbst zu starten gedenkt.

Längerfristig sei für ihn klar, dass das Scheckkartensystem kommen müsse,so Gorbach. "Wenn wir die Bürokratie minimieren wollen, führt kein Weg daran vorbei". Er rechne mit rund eineinhalb Jahren Vorlaufzeit. "Deshalb müssen wir mit der Führerscheinreform sicherstellen, dass der Bürger auch zwischenzeitlich einfach und unkompliziert zu seinem Führerschein kommt. Ich strebe ein One-Stop-Shop-Prinzip an", schloss Gorbach.(Schluss/bxf)

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