AKNÖ-Zwischenbilanz des Reisesommers: Überbuchungen und Flugverschiebungen

Vierköpfige Familie aus NÖ wurde wieder nach Hause geschickt!

Wien (AKNÖ) - In einer ersten Zwischenbilanz von der "Reklamationsfront" wissen die Konsumentenschützer der AK Niederösterreich von massiven Überbuchungen und zunehmenden Flugverschiebungen zu berichten. Zwei konkrete Fälle sind für die Betroffenen besonders unangenehm.

Ärger auf der Maturareise

Vom "fantastischen Urlaubvergnügen all inclusive" ist bei Maturareisen immer wieder die Rede, aber wie auch schon in den Jahren zuvor wissen nun etliche Teilnehmer, dass nicht alles Gold ist, was glänzt. Mehrere Maturareisegruppen haben in den vergangenen Tagen die Konsumentenberatung der Arbeiterkammer um Hilfe gebeten, weil ihr Urlaubsvergnügen stark beeinträchtigt war: Einzelne Teilnehmer mussten sich mit notdürftigen Zusatzbetten begnügen, ganze Gruppen wurden wahllos zusammengelegt.
Konsumentenschützer Thomas Grünberger von der AKNÖ: "Die Maturanten sind in diesen Fällen offensichtlich mit dem Vorurteil konfrontiert, auf der Reise ohnehin nur Sauforgien veranstalten zu wollen. Hier werden alle völlig ungerechtfertigt in einen Topf geworfen. Außerdem hat jeder Maturant - selbst wenn er feiern will - das Recht auf eine vertragskonforme Leistung seitens des Veranstalters!" .

Familie wurde geraten, ihren Urlaub zu verschieben

Noch mehr Pech hatte eine niederösterreichische Familie mit zwei Kindern, denn sie konnte ihren Urlaub nicht einmal antreten: Als sie am Flughafen zum heiß ersehnten Urlaubsflug einchecken wollte, wurde sie mit der Erklärung zurückgewiesen, dass das Flugzeug bereits voll belegt sei. Aber nicht nur dieser Familie, sondern auch 28 weiteren Urlaubsreisenden blieb der Reiseantritt mit derselben Begründung verwehrt. Die Familie erfuhr vom Reiseveranstalter lediglich: "Frühestens in zwei Tagen ist wieder etwas frei. Vielleicht. Verschieben Sie halt Ihren Urlaub - in zwei Wochen gibt es dann ganz sicher einen Platz für Sie!"
Grünberger: "Wie hier mit zahlenden Gästen umgegangen wird, ist skandalös! Es kann doch nicht sein, dass den Reisenden gesagt wird, wegen einer Überbuchung - an der sie noch dazu völlig unschuldig sind - ihren Urlaub zu verschieben!".
Auch Josef Staudinger, Präsident der AKNÖ, ist entsetzt über diesen Fall: "Dies ist ein äußerst respektloser Umgang des Reiseveranstalters mit den Konsumenten! Man denke nur an die daraus folgenden Probleme mit dem Dienstgeber!".
Die AK Niederösterreich nimmt sich dieser Sache an. Denn im konkreten Fall wurde nicht nur der Vertrag nicht eingehalten, sondern den Reiseveranstalter trifft auch direkt ein Verschulden, dass es gar nicht zum Reiseantritt kommen konnte. Die Familie hat also neben der Möglichkeit zum kostenlosen Rücktritt vom Vertrag auch Aussicht auf finanzielle Entschädigung für entgangene Urlaubsfreuden. Präsident Staudinger: "Dass es im Flugverkehr immer wieder zu Unregelmäßigkeiten kommen kann, lässt sich nicht ändern und ist auch bekannt. Aber es ist nicht in Ordnung, dass dies auf dem Rücken zahlender Gäste ausgetragen wird!".

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