Swoboda ad Kukacka: Kritik an geplanter Ausschreibung des Nahverkehrs

Wien (SK) Wie die Tageszeitung "Die Presse" berichtet, plant Staatsekretär Helmut Kukacka die öffentliche Ausschreibung des Nahverkehrs. Hannes Swoboda, SPÖ-Europaabgeordneter und Mitglied im Verkehrsauschuss des Europäischen Parlaments, übt gegenüber dem SPÖ-Pressedienst Kritik an diesen heute bekannt gewordenen Plänen:
"Die europäische Erfahrung zeigt, dass es primär einer entsprechenden Verkehrspolitik bedarf, um die Pendler vom Auto zum öffentlichen Verkehr zu bringen. Eine gut ausgebaute Infrastruktur sowie flexible und kundengerechte Verkehrsunternehmungen sind unverzichtbar", so Hannes Swoboda. ****

"Wenn Kukacka nur die Ausschreibung des Nahverkehrs zu seinem Ziel erklärt, dann wird er diesen Vorgaben keineswegs gerecht", kritisiert Swoboda. Nötig sei vielmehr, dass die Bundesregierung die ÖBB nicht zuletzt durch finanzielle Mittel dazu bringen, das Angebot im Regionalverkehr wesentlich zu verbessern. "Nach den Erfahrungen im europäischen Ausland ist gegenüber einer Verkehrspolitik, die im Wettbewerb der Verkehrsträger ein Allheilmittel sieht, große Skepsis angebracht. Vielfach hat diese Politik dazu geführt, dass sich die Öffentliche Hand von ihrer gesellschaftlichen Verantwortung für das Verkehrsgeschehen verabschiedet hat", so Swoboda abschließend. (Schluss) ps/mp

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