Partik-Pablé: Buchpreisbindung ist kein Freibrief für Buchpreiserhöhungen

Freiheitliche Kultursprecherin urgiert gesamteuropäische Lösung

Wien, 2004-07-09 (fpd) - Sehr zufrieden mit dem heutigen Vierparteienantrag zur Buchpreisbindung zeigte sich heute die freiheitliche Kultursprecherin Dr. Helene Partik-Pablé. Gleichzeitig mahnte sie aber, daß die Verlage dies nicht als Freibrief für Preiserhöhungen auffassen dürften. Gerade Taschenbücher seien heutzutage vielfach unverhältnismäßig teuer. ****

"Das Gesetz zur Buchpreisbindung wurde beschlossen, um den österreichischen Buchhändlern eine Überlebenschance gegen die großen international agierenden Konzerne zu sichern", betonte Partik-Pablé. Weiters sei damit beabsichtigt gewesen, daß der Konsument weiterhin gute Beratung und reichliche Auswahl vor allem auch an österreichischer Literatur erhalte. Darüber hinaus sei mit diesem Gesetz sichergestellt worden, daß nicht große Ketten mit Billigpreisen den österreichischen Buchmarkt überschwemmen. "Es handelt sich dabei also um eine bewußte Förderung der Qualitätsbuchhandlungen."

Die Wichtigkeit der Buchpreisbindung zeige sich am Beispiel Großbritanniens, wo faktisch nur mehr große Ketten den Markt beherrschen würden. Dort denke man jetzt sogar die Abschaffung der Preisauszeichnung auf den Büchern an und darüber hinaus die Abschaffung des Tantiemen-Systems für Autoren. "Das ist ein Weg, den wir in Österreich ganz sicher nicht gehen wollen", erklärte die freiheitliche Kultursprecherin.

Partik-Pablé betonte in diesem Zusammenhang die Notwendigkeit einer gesamteuropäischen Lösung. Die Europäische Kommission sei hier offenbar völlig untätig. Partik-Pablé forderte daher Staatssekretär Morak auf, sich international verstärkt für eine solche Lösung zu engagieren. (Schluß)

Rückfragen & Kontakt:

Freiheitliches Pressereferat

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NFC0001