LR Rohr fördert Entwicklung neuer Technologien zur Ökostromerzeugung in Kärnten

3,5 Millionen Euro für nächsten drei Jahre -Alternativenergie im Vorjahr mit 3,8Millionen Euro gefördert

Klagenfurt (LPD) - Die Förderung neuer Technologien zur Ökostromerzeugung in Kärnten hat heute, Freitag, Energielandesrat Reinhart Rohr vorgestellt. Rund 3,5 Millionen Euro werden dafür in den
nächsten drei Jahren zusätzlich zur Alternativenergieförderung des Landes in Höhe von 4,5 Millionen Euro Jahresbudget zur Verfügung stehen. Weiters gab Rohr bekannt, dass im Jahr 2003 für den Bereich Alternativenergieanlagen knapp 3,8 Millionen Euro an Förderungen ausbezahlt wurden. Damit konnte in Kärnten im Alternativenergie-Anlagenbau bei 1973 Förderfällen ein Nettoinvestitionsvolumen von über 17 Millionen Euro ausgelöst und dadurch ca. 165 Ganzjahresarbeitsplätze erhalten bzw. geschaffen werden, so Rohr.

Ziel der Förderung neuer Technologien zur Ökostromerzeugung sei es, zu einer steigenden Verbreitung und Verbilligung von Ökostromanlagen (Biomasse, Biogas, Brennstoffzellen etc.) beizutragen, sagte der Energie- und Umweltreferent vor Journalisten in Klagenfurt. Die Richtlinien werden kommenden Dienstag von Rohr in die Regierungssitzung eingebracht. Erreicht werden soll das durch Forschung, Entwicklung und Erprobung derartiger Anlagen durch Universitäten, Fachhochschulen und Unternehmen sowie durch die Errichtung von Pilotanlagen. Gleichzeitig solle eine gezielte Öffentlichkeitsarbeit zu einer Sensibilisierung der Öffentlichkeit und Wirtschaft für die neuen, sauberen und richtungsweisenden Technologien führen, betonte Rohr.

Für die nächsten drei Jahre werden Rohr Forschungsförderungsmittel in Höhe von rund 3,5 Millionen Euro (2004:
1.889.000 Euro, 2005: 1.133.000 Euro, ab 2006: 529.000 Euro) zur Verfügung stehen. Gespeist wird der Topf vom Bund aus dem Zuschlag zum Netztarif gemäß dem Ökostromgesetz.

Um in den Genuss der Förderung zu kommen, muss beim Land Kärnten, Abteilung 8-Umweltschutzrecht, ein Projektantrag gestellt werden. Bedingung ist, dass das Projekt in Kärnten verwirklicht wird. Ein Beirat entscheidet über das Ausmaß der Förderung, die anschließend nach Vorlage entsprechender Rechnungen ausbezahlt wird.

Weiters zog Rohr im Rahmen des Pressegespräches Bilanz über die im Jahr 2003 ausbezahlten Förderungen von Alternativenergieanlagen gemäß der Richtlinie für "Erneuerbare Wärme". Die Zahlen im Detail:
Fernwärmeanschluss: 176 Förderungsfälle, 950.000 Euro Förderung für 3.395.000 Euro Nettoinvestition; Biomasseheizungsanlagen (Scheitholz, Hackschnitzel und Pellets): 286 Förderungsfälle, 490.000 Euro Förderung für 2.390.000 Euro Nettoinvestition; Solaranlagen: 1478 Förderungsfälle, 1.200.000 Euro Förderung für 6.150.000 Euro Nettoinvestition; Biomassenahwärmeanlagen: 33 Förderungsfälle, 1.135.000 Euro Zuschussförderung und 940.000 Euro Darlehen für 5.150.000 Euro Nettoinvestition.

Wie Rohr in diesem Zusammenhang betonte, konnten über diese Förderungen ca. 165 Ganzjahresarbeitsplätze erhalten oder geschaffen werden. Weiters haben die Alternativenergieanlagen zu einer massiven Verbesserung der Öko-Bilanz und zur Umsetzung der Kyoto-Ziele sowie zu einer starken Belebung der heimischen Wirtschaft beigetragen. Bio-und Sonnenenergie sei sauber, CO2-neutral und mache unabhängig von Erdöl und anderen fossilen Brennstoffen, strich Rohr die Vorteile hervor. Kärnten sei auf diesem Gebiet "Weltmeister". Bereits 42 Prozent der produzierten Energie kommen aus "sauberer" Technologie.

Beim Ökostromgesetz des Bundes sieht Rohr Wirtschaftsminister Martin Bartenstein gefordert. Es dürfe zu keiner Erhöhung der Strompreise durch die sogenannten Einspeistarife kommen. Dafür sei im Gegenzug über einer Reduzierung der Mehrwertsteuer bzw. der Energieabgabe nachzudenken, so Rohr Richtung Bund.
(Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

Kärntner Landesregierung
Landespressedienst
Tel.: 05- 0536-22 852
http://www.ktn.gv.at/index.html

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NKL0004