WOLFMAYR: ÖSTERREICH NIMMT MIT BUCHPREISBINDUNG EINE VORREITERROLLE EIN

ÖVP-Kultursprecherin erfreut über unbefristete Verlängerung des Gesetzes

Wien, 9. Juli 2004 (ÖVP-PK) Erfreut ist ÖVP-Kultursprecherin Abg. Dr. Andrea Wolfmayr, "dass wir heute das Grundsatzgesetz über die Buchpreisbindung, das wir 1999 befristet beschlossen hatten, unbefristet verlängern - weil es sich bewährt hat und weil es ein gutes, praktikables, nachahmenswertes Gesetz ist. Diese Verlängerung beschließen wir bereits ein Jahr vor der eigentlichen Befristung am 30. Juni 2005. Es ist eine mutige politische Lösung, getragen von allen vier Parteien, begrüßt von allen, die das Kulturgut Buch zu schätzen wissen und es ist eine klare Entscheidung des verantwortlichen Staatssekretärs Franz Morak, sagte Wolfmayr, die als Schriftstellerin und Buchhändlerin den Buchmarkt seit Jahren genau kennt. "Alle am Buchmarkt Tätigen wie Verlage, Buchhandlungen oder Autorinnen und Autoren begrüßen diese Verlängerung, die ihnen Rechtssicherheit gewährleistet, vor allem aber den Kunden das breit gefächerte, hervorragende österreichische Buchangebot bewahrt." ****

Mit zwei Beispielen veranschaulichte Wolfmayr die Vorteile:

- Verlage können die sogenannte "Quersubvention" nützen, sprich,

der Verkaufspreis von kostspieligen Büchern mit geringer Auflage, die aber kulturell wertvoll sind, kann durch andere hochauflagige und leicht verkäufliche Bücher gesenkt werden.
- Kleine Buchhandlungen können Bücher zu den gleichen Preisen anbieten wie große. Das ist bei den intensiven Beratungsleistungen und dem oft aufwändigen persönlichen Service auch notwendig. Die gleichen Chancen nutzen also den kleinen Anbietern. Und dieser Nutzen ist nötig, gerade weil das Buch keine Ware wie jede andere ist. Es transportiert geistige Inhalte und braucht Vermittlung.

"Unser österreichisches Gesetz zur Buchpreisbindung hatte Vorbildwirkung auf Deutschland und auch auf andere EU-Mitgliedsstaaten. In Deutschland trat 2002 ein sehr ähnliches Buchpreisbindungsgesetz in Kraft, und auch die meisten anderen EU-Staaten haben Preisbindungen - weil eben das Buch kein Handelsprodukt wie andere ist: Bücher sind Wirtschafts- und Kulturgüter zugleich", hob Wolfmayr hervor.

Das Problem der Bundesbeschaffung sei, so die ÖVP-Kultursprecherin weiter, in zahlreichen Gesprächen zwischen Fachverbänden, Kammer und Politikerinnen und Politiker erörtert worden "und es gab von Seiten der BundesbeschaffungsgesmbH und des Finanzministers Verständnis und dankenswertes Entgegenkommen. So können die Bundesschulen weiterhin ihren Bedarf an Fachbüchern und Büchern für die Schulbibliotheken in ‚ihren’ regionalen Buchhandlungen decken."

"Dieses Gesetz wird hervorragende wirtschaftliche Auswirkungen haben, und zwar gerade auf die Betriebe, die uns besonders am Herzen liegen, die Klein- und Mittelgewerbebetriebe. Österreich nimmt mit dem Buchpreisbindungsgesetz eine Vorreiterrolle ein. Dieses Gesetz ist politisch mutig, ökonomisch richtig und ein Schritt weg vom reinen Wettbewerb im Binnenmarkt hin zu einer vielfältigen Kulturgemeinschaft. Ich bin sicher, unsere Lösung wird gelobt, beachtet und nachgeahmt werden", schloss Wolfmayr.
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