• 09.07.2004, 10:42:08
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Sommercampus - Kompetenzzentrum für politisches Veränderungsmanagement

Wien (OTS) - Für den Direktor der Politischen Akademie, Dr.
Günther Burkert-Dottolo hat der heuer erstmals ausgetragene
Sommercampus im Springer-Schlössl in Wien "einerseits eine starke
Impulskraft, weil hier Entscheidungsträger und Interessierte aus
Politik und Wirtschaft eine Woche lang intensiv über
Veränderungsprozesse diskutieren" - und sich selbst als Träger von
Veränderungsprozessen "fit machen". Andererseits habe der
Sommercampus aber auch konkrete politische Auswirkungen. +++

Die Regierungspartei ÖVP könne im Rahmen des sogenannten
"Alpbachprozesses" auf die aufbereiteten Ergebnisse zurückgreifen -
auf viel Expertise für politische Reformprojekte. Als Beispiele
nannte der Initiator des Sommercampus die politische Bewältigung des
Bevölkerungswandels, den Umgang mit Biotechnologie und Genforschung
und das politische Veränderungsmanagement. Der Sommercampus habe die
politische Veränderungsagenda der kommenden Jahre definiert und
formuliert. "Unser Anspruch ist klar: Wir wollen uns als
Kompetenzzentrum für politisches Veränderungs-management etablieren.

Die Zukunft des Sommercampus

Der nächste Sommercampus, der für Anfang Juli 2005 geplant ist,
werde sich mit der "Zukunft der Identitäten" beschäftigen - im
Jubiläumsjahr 2005 von besonderer Aktualität. Es gehe um Identitäten
in Österreich und in Europa, um den Umgang mit der eigenen
Geschichte, Kultur bis hin zur Lebensweise. Die starke europäische
und internationale Präsenz von Experten, Referenten und Gästen werden
2005 noch ausgeprägter sein als heuer.

Grabner: Es gibt keine sichere Prognose-Methodik - daher
Denken in Alternativen erforderlich

Zeit der Übergänge - wohin? Welche Zukunft steht auf der anderen
Seite? "Das ist eine Frage", so Dipl. Ing. Lothar Grabner, "die vor
allem auch für jedes Unternehmen von Bedeutung ist". So müsse man
sich grundsätzlich die Frage stellen, macht es überhaupt Sinn, sich
mit der Zukunft auseinander zu setzen? "Wenn wir das nicht tun, dann
ersetzen wir den Irrtum durch den Zufall und landen in der
Casino-Wirtschaft", erläuterte Dipl. Ing. Grabner. In der Wirtschaft
braucht man für Entscheidungen eine Informationsplattform, um
verantwortlich mit dem anvertrauten Kapital und den Arbeitsplätzen
umgehen zu können. In diese Info-Plattform sind eben auch
zukunftsrelevante Inhalte einzubinden.

Anschließend müsse man sich die Frage stellen, "welche Erfahrungen
man mit der Zukunft gemacht hat? "Wir wissen, es gibt keine sichere
Prognosemethodik. Als Konsequenz brauchen wir daher das Denken in
Alternativen".

Was sind nun die wichtigsten Mega-Trends der Zukunft sind?

"Erstens der Individualismus, das win-lose der
Leistungsgesellschaft im Globalisierungsprozess. Zweitens die
Kooperation, das win-win der systemischen Gesellschaft. Drittens die
Sicherung des Lebensgrundlagen bzw. die Abwehr des lose-lose in einer
regulierten Verantwortungsgesellschaft". Welchen Schluss man daraus
ziehen soll?

"Die 3 Trend-Landschaften spannen ein Plausibilitätsspektrum auf,
innerhalb dessen die tatsächliche Entwicklung zu erwarten ist. Es
sind Baupläne der Zukunft, die das einzelne Individuum als auch die
gesamte Gesellschaft gemeinsam, aber mit unterschiedlichen
Prioritäten durchdringen".

Wie Dipl. Ing. Grabner weiter ausführte, sei davon auszugehen,
dass - so betrachtet - in den nächsten 5 - 10 Jahren der
Verdrängungs-wettbewerb in unseren Regionen die dominierende Kraft
sein wird. Auf diesem Wege, positiv gesprochen, führt das für den
einzelnen Menschen zu einer Bewährungsprobe im Lebenskampf. Für die
Gesellschaft könnte man diesen Prozess als "Abbau von Fett und Aufbau
von Muskulatur" metaphorisch bezeichnen. Für ein Unternehmen wiederum
würde dies bedeuten, dass man sich in den nächsten Jahren auf eine
weitere Verschärfung des Verdrängungswettbewerbes einstellen muss.

Als Fazit könne man feststellen, so Dipl. Ing. Grabner: "Es kommt
nicht drauf an, die Zukunft vorher zu wissen. Sondern sich darauf
einzustellen, mit ihr angemessen umzugehen und sie verantwortlich
mitgestalten zu können". (Fortsetzung)

CvD: Mag. Andreas Kratschmar (0664/808 14 206)

Assistenz: Sabine Figo (0664/808 14 275)
              Agnieszka Kwiecinski (0664/808 14 216)
OTS0073    2004-07-09/10:42

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PAO

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