AK: Handy-Telefonate im Urlaub heuer oft teurer als im Vorjahr

Handytarife für beliebte Urlaubsländer je nach Anbieter kräftig gestiegen oder gleich geblieben - SMS-Kosten bis auf einige Ausreißer stabil

Wien (OTS) - Wer mit dem Handy aus dem Urlaub nach Österreich anruft, wird heuer mitunter eine höhere Telefonabrechnung haben als im Vorjahr. Ein AK Vergleich der Handytarife für beliebte Urlaubsländer zeigt: Bei manchen Anbietern stiegen die Preise für Anrufe nach Hause in der Hauptzeit, aber auch bei SMS, stark, bei anderen sind sie gleich geblieben. Teilweise verbilligen Aktionstarife Telefonate am Abend.

Die AK hat die Handytarife von A1-Mobilkom, T-Mobile, One, Tele.Ring, Tele2mobil für Griechenland, Türkei, Italien, Spanien und Kroatien im Juni mit den Tarifen aus dem Jahr 2003 verglichen.

Wer vom Urlaubsort nach Hause anruft, zahlt in der Hauptzeit je nach Anbieter mehr oder gleich viel wie im Vorjahr. A1 hat am häufigsten Preisänderungen vorgenommen und bietet den verbilligten -aber anmeldepflichtigen - Abendtarif "Happy Hour" im Juli und August als Auslgeich für höhere Tagespreise an.

So wird Türkeiurlaubern je nach Anbieter zwischen 11 und 38 Prozent mehr verrechnet als 2003. Billiger wurde es bei Tele2Mobil und in der A1-Happy-Hour. In Griechenland blieben Preise bis auf A1 (in der Hauptzeit plus 67 Prozent, A1-Happy-Hour am Abend minus 7,5 Prozent) stabil. Telefonate von Spanien und Italien nach Hause sind in der Hauptzeit bei A1 zwar um 85 und 77 Prozent gestiegen. Allerdings fallen - im Gegensatz zu den übrigen Anbietern - bei A1 keine Gesprächsaufbaugebühren mehr an und am Abend (A1-Happy-Hour) wurden Telefonate bis zu 10 Prozent billiger (Ausnahme: 50 Prozent deutliche Preissenkung in der A1-Happy-Hour, 12 Prozent mehr bei B-Free.

Die Passivgebühren und SMS-Preise sind im Vergleich zum vorigen Sommer meist stabil geblieben. Gestiegen sind die SMS-Kosten lediglich in der Türkei je nach Anbieter zwischen 10 Prozent (T-Mobile, Tele.Ring) und saftigen 127 Prozent (One) und in Italien zwischen 43 und 47 Prozent. B-Free-SMS kosten überall um die Hälfte mehr.

Für drei Euro monatlich zusätzlich zur Grundgebühr können Konsumenten bei Mobilkom (Eurocall) und T-Mobile (Worldclass private) im Urlaubsland und nach Österreich günstiger telefonieren (um rund 80 Cent pro Minute). Auf Grund der sechsmonatigen Bindung lohnt sich der Sondervertrag häufig nur für Vieltelefonierer (zB billiger bei A1-Gesprächen von der Türkei nach Österreich schon ab der zwölften, von Italien und Kroatien aus erst nach der 45. Minute; bei T-Mobile-Handys von der Türkei aus ab 16 Minuten; in Griechenland erst nach satten 3 Stunden, in Italien rechnet es sich gar nicht).

Die AK-Konsumentenschützer raten, sich unbedingt schon daheim mit den Zusatzbedingungen für Sondertarife vertraut zu machen. Sie erfordern etwa eine Anmeldung per SMS, den Abschluss eines Zusatzvertrages und sind meist nur zeitlich beschränkt gültig.

SERVICE: Der Preisvergleich unter www.konsumentenschutz.at.

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Doris Strecker
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