"Treffpunkt Kultur" am 12. Juli in ORF 2

Die "Schuh des Manitu"-Macher schlagen wieder zu

Wien (OTS) - Barbara Rett begrüßt in der jüngsten Ausgabe von "Treffpunkt Kultur" am Montag, dem 12. Juli 2004, um 22.30 Uhr in ORF 2 Special-Effects-Pionier Ray Harryhausen und das oststeirische jazzig-groovige Blastrio Smart Metal Hornets und präsentiert u. a. folgende Themen:

Plácido Domingo als Goya: Der Startenor im Theater an der Wien

Eine Belcanto-Oper für sich selbst und Malerfürst Francisco de Goya im Mittelpunkt wünschte sich Plácido Domingo. Und Gian Carlo Menotti komponierte und textete das Werk, dem Opernstar auf den Leib geschrieben: Der Meister hin und her gerissen zwischen der Abhängigkeit von seinen Gönnern und seinem Verlangen nach künstlerischer Freiheit. Für die österreichische Erstaufführung beim Festival Klangbogen am 19.Juli hat Menotti die Partitur neu bearbeitet. "Treffpunkt Kultur" zeigt erste Ausschnitte.

Harald Serafin: Komm mit nach Varazdin: Auf den Spuren von Gräfin Mariza

Vor der Mörbisch-Premiere der "Gräfin Mariza" ist Intendant Harald Serafin der Aufforderung des Gutsbesitzers Zsupan in Kálmáns Operette nachgekommen und besuchte Varazdin. Der Text: "Komm mit nach Varazdin ... dort ist die ganze Welt noch rot-weiß-grün" ist allerdings irreführend, denn Varazdin liegt und lag immer in Kroatien, niemals in Ungarn. Unter Maria Theresia war das schmucke Barockstädtchen sogar Kroatiens Hauptstadt. Harald Serafin ist begeistert von der Schönheit der Altstadt und überrascht, weil er auf der Straße angesprochen wird - seit Jahrzehnten schaut man in Varazdin ORF. Österreich ist auch wirtschaftlich gut vertreten: Die schönsten Palais haben österreichische Banken renoviert und zum Firmensitz gewählt. Und das Stadttheater ist der erste Theaterbau (1873) des Architekten Hermann Helmer, der später mit Ferdinand Fellner zahllose Theater in den Städten der Monarchie errichtete.

(T)Raumschiff Surprise Periode 1: Bully & Co.: Mit Schwachsinn in den Weltraum

Drei Jahre nach "Der Schuh des Manitu" bescheren uns Michael "Bully" Herbig und seine Mitstreiter eine neue Kinobegegnung der - gekonnt -schwachsinnigen Art. Mit einer Zeitreise in die Vergangenheit wollen die drei wackeren Herren die Welt vor der Vernichtung durch böse Marsbewohner retten. Blödelei bis unter die Gürtellinie und schamloses Parodieren erfolgreicher Kinohits - diesmal aus dem Science-Fiction-Genre - sind dieselben Zutaten jenes Erfolgsrezepts, das bereits den "Schuh des Manitu" in Österreich zum erfolgreichsten Film aller Zeiten machte. "Treffpunkt Kultur" zeigt erste Ausschnitte des noch unfertigen Blödel-Epos und ließ sich von Michael "Bully" Herbig, Christian Tramitz und Rick Kavanian den bayrischen Weltraum-Humor erklären. Eine unheimliche Begegnung der lachhaften Art.

Fliegende Untertassen: Wie alles begann: Special-Effects-Pionier Ray Harryhausen

Aliens greifen die Erde an, Riesenechsen verwüsten New York - ohne Special Effects wäre kein Science-Fiction-Film denkbar. Pionier dieser Spezialeffekte war Ray Harryhausen, der schon in den fünfziger Jahren mit seinen Tricks das Kinopublikum das Gruseln lehrte - und dessen Versatzstücke bis heute die Blockbuster-Regisseure verwenden. Das "Kino unter den Sternen" im Wiener Augarten widmet dem Oscar-Preisträger eine Retrospektive, Harryhausen ist live zu Gast im Studio.

Von einem, der auszog, das Gruseln zu lernen: Mike Kelly im MuMok

Das pathologische Museum im Narrenturm und der Wurstelprater, Wiens morbide Atmosphäre haben es ihm bei seinem ersten Besuch angetan. Der amerikanische Künstler Mike Kelly inszeniert seine Ausstellung "Das Unheimliche" als historische Präsentation: altägyptische Grabbeigaben, anatomische Präparate, ausgestopfte Tiere und skurrile zeitgenössische Skulpturen. Die Sammlung von einem, der auszog, das Gruseln zu lernen, und davon nicht mehr loskam. Für das MuMok hat Kelly seine Londoner Tate Modern-Schau neu konzipiert.

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