AIDS: Gewerkschaften treten gegen Diskriminierung und Ausgrenzung auf

ÖGB-Bachner: Thema AIDS ist für Gewerkschaften auf der ganzen Welt eine große Herausforderung

Wien (ÖGB). (OTS) - "AIDS hat ernsthafte Auswirkungen auf die Gesellschafts- und Wirtschaftssysteme und macht die Entwicklungsfortschritte der vergangenen Jahrzehnte zunichte. Deshalb stellt AIDS eine große Herausforderung für die Gewerkschaften auf der ganzen Welt dar. Solidarität mit unseren Mitmenschen steht im Mittelpunkt des Selbstverständnisses der Gewerkschaftsbewegung", sagt die Leitende Sekretärin des ÖGB, Roswitha Bachner, anlässlich der Nacht der Solidarität mit AIDS-Opfern.++++

Seit Entdeckung des Virus haben sich über 60 Millionen Menschen mit HIV infiziert. Bachner: "Die Fakten sind bedrückend." Die Gewerkschaft müsse verstärkt Aufklärungsarbeit bei ArbeitnehmerInnen und ihren Familien leisten und gegen Diskriminierung und Ausgrenzung von HIV-Infizierten auftreten. "AIDS muss für die Gewerkschaften ein vorrangiges Thema sein, weil viele ihrer Mitglieder auf Grund der Krankheit benachteiligt werden. Diskriminierung am Arbeitsplatz, ungerechtfertigte Entlassungen oder AIDS-Tests als Bedingung für Einstellungen finden tatsächlich statt - auch wenn der Gesetzgeber das nicht erlaubt", so Bachner weiter.

"Weltweit haben Millionen ArbeitnehmerInnen wegen mangelhafter Gesundheits- und Sozialversicherungssysteme keine angemessene medizinische Versorgung. Wir GewerkschafterInnen müssen uns überall auf der Welt der menschen- und arbeitsrechtlichen Auswirkungen dieses Problems bewusst werden. Die Seuche Aids hat weltweit schwerwiegende soziale und wirtschaftliche Folgen - die menschlichen Verluste sind unermesslich. Deshalb müssen wir GewerkschafterInnen im Kampf gegen Aids aktiv werden", so Bachner abschließend. (bm)

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ÖGB, 9. Juli 2004 Nr. 497

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