Kärnten: Land und Bauwirtschaft wollen an einem Strang ziehen

LH Haider und LR Dörfler diskutierten mit Vertretern der Baubranche über Perspektiven in der Bauwirtschaft

Klagenfurt (LPD) - In der Wirtschaftskammer Kärnten diskutierten Mittwoch Abend im Rahmen einer Bauplattform, Landeshauptmann Jörg Haider und Wohnbau- und Straßenbaureferent LR Gerhard Dörfler mit Wirtschaftskammer Präsident Franz Pacher und Vertretern der Baubranchen. Im Mittelpunkt der Gespräche standen die Wohnbauförderung, die Stahlpreisproblematik sowie die Schotter- die Umweltabgabe.

Große Sorgen bereiten der Baubranche mögliche Änderungen bei der Wohnbauförderung bedingt durch Budgetkürzungen des Bundes. Die Wohnbauförderung sei ein unverzichtbarer Impulsgeber für die gesamte Wirtschaft, waren sich Haider und Dörfler mit den Anwesenden einig. Die Forderungen der Bauwirtschaft nach Sicherstellung einer nachhaltigen Wohnbaurate bzw. die Fortschreibung der Zweckzuschüsse des Bundes und die Zweckbindung der Mittel werde auch vom Land Kärnten mitgetragen. Laut Dörfler wurden seit dem Jahr 2000 in Kärnten 8.242 Wohneinheiten mit einem Gesamtaufwand von 369,6 Millionen Euro mit Direktdarlehen bzw. Zuschüssen von 68,24 Millionen gefördert. Der Landeshauptmann erwähnte, dass neben der Wohnbauoffensive des Landes auch Heime und Berufsschulen errichtet wurden, welche der Bauwirtschaft des Landes zusätzlich Aufträge gebracht hätten.

In Bezug auf flexible Förderkriterien betonten Haider und Dörfler, dass sich die Kombination aus Objekt- und Subjektförderung in Kärnten bewährt habe. Bewährt habe sich das System im Bereich der Eigenheime, des Gruppenwohnbaus und beim Ersterwerb von Wohnungen. Vor allem im sozialen Wohnbau habe die Objektförderung für ein günstiges Mietenniveau gesorgt. Andererseits habe die Wohnbeihilfe eine zusätzliche Abfederungsmöglichkeit der Kosten sichergestellt. Insgesamt wurden vom Land im Vorjahr für Wohnbeihilfen 14,36 Millionen Euro aufgewendet.

Im Bezug auf die Bausituation im Hoch-, Tief- und Straßenbau hob Landeshauptmann Haider hervor, dass Kärnten in den letzten Jahren eine Reihe von Großprojekten an Land gezogen habe, von denen in den nächsten Jahren auch die heimische Bauwirtschaft profitieren werde . Er nannte dabei den Klagenfurter Lakeside Park, das LKH Klagenfurt Neu, das geplante Verwaltungszentrum des Landes, den Stadionneubau in Klagenfurt und im Bereich des Straßenbaus den Katschbergtunnelausbau, die Lippitzbachbrücke sowie das Jahrhundertprojekt Koralmbahn. Bei der Umsetzung der Projekte erwarten sich Haider und Dörfler seitens der heimischen Bauwirtschaft auch die dementsprechende Unterstützung.

Auf die gestiegenen Stahlpreise, die laut Bauwirtschaft ein zusätzlicher Dämpfer für die heimische Bauwirtschaft sind, wurde seitens der Landesstraßenverwaltung ebenfalls reagiert. Bei Baumaßnahmen, bei welchen der Stahlanteil mehr als zwei Prozent der Gesamtsumme beträgt, werden veränderliche Preise ausgeschrieben, sagte Haider.

Zur neuerlich ins Spiel gebrachten Schotter und Umweltabgabe stellte Landeshauptmann Haider klar, dass diese für ihn kein Thema sei.
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