Alpbacher Technologiegespräche 2004: "Grenzen, Brücken, Gemeinsamkeiten"

Wien (OTS) - Von 26. bis 28. August finden im Rahmen des Europäischen Forums Alpbach die Technologiegespräche statt, die von der Vereinigung der Österreichischen Industrie, den Austrian Research Centers und dem ORF (Radio Österreich 1) organisiert werden. Internationale Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik werden in Plenarveranstaltungen und Arbeitsgruppen zum Thema "Grenzen, Brücken, Gemeinsamkeiten" diskutieren. Das Programm im Detail ist abrufbar unter http://www.alpbach.org.

Das Eröffnungsreferat der diesjährigen Technologiegespräche hält der Astronom Sir Martin Rees von der Royal Society London. Die Referenten kommen aus 20 Ländern und zum ersten Mal wird auch ein Wissenschafter aus der Äußeren Mongolei an den Technologiegesprächen teilnehmen und im Rahmen des Themenschwerpunktes "Wissenschaft und Technik - die Erste Welt für die Dritte Welt" diskutieren.

"Die Alpbacher Technologiegespräche verstehen sich als ‚Konsensuskonferenz', in der versucht wird, für die Politik Entscheidungsmaterial vorzubereiten. In den Diskussionsprozess sind jeweils alle ‚Stakeholder' eingebunden: die erkenntnisorientierte Wissenschaft ebenso wie die anwendungsorientierten Spezialisten aus Forschungseinrichtungen und Unternehmen aber auch Soziologen und Psychologen", so Dr. Thomas Oliva, in der Industriellenvereinigung mit der Organisation der Technologiegespräche beauftragt. Zum Thema Wissenschaftspolitik werden u.a. die Bundesministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur Elisabeth Gehrer und Hubert Gorbach, Bundesminister für Verkehr, Innovation und Technologie, diskutieren. An dem Programmpunkt "Die Welt von Morgen" wird der Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft, DI Josef Pröll, teilnehmen.

ORF-Hörfunkdirektor Mag. Kurt Rammerstorfer: "Wissenschaft und Bildung, Innovation und Entwicklung sind Schlüsselthemen für den Europäischen Forschungsraum. Der ORF als öffentlich-rechtliches Medienunternehmen sieht in den Alpbacher Technologiegesprächen ein wichtiges Forum für die zukunftsorientierte Auseinandersetzung mit diesen Fragen. Der ORF agiert dabei nicht nur als Motor und Impulsgeber für diese Bereiche, sondern auch als Partner und Vermittler. Das Radioprogramm Österreich 1 bietet sich dafür als besonders geeignete Plattform an, da sich hier hoher Anspruch mit einer ebenso breiten wie positiven Resonanz bei den Hörern verbindet." Dr. Günter Hillebrand von den Austrian Research Centers über die Tagung: "Die Teilnehmer der Alpbacher Technologiegespräche, deren Zahl in den letzten Jahren ständig gestiegen ist, haben großes Interesse an den bewusst breit gefächerten Themenspektren gezeigt. Dieses Cross-over von Forschung und Technologie spiegelt auch der Titel der heurigen Veranstaltung ‚Grenzen, Brücken, Gemeinsamkeiten' wider. In zahlreichen Plenarveranstaltungen, in den zwölf Arbeitskreisen und drei Sonderveranstaltungen werden Widersprüche und Konsens, Brüche und Brücken zwischen den wissenschaftlichen Kulturen, Erfahrungen und Chancen diskutiert."

"Grenzen, Brücken, Gemeinsamkeiten"

Die Plenarveranstaltungen, Podiumsdiskussionen, Arbeitskreise und Sonderveranstaltungen der diesjährigen Technologiegespräche stehen unter dem Titel "Grenzen, Brücken, Gemeinsamkeiten": Die Referenten bieten einen interdisziplinären und spannungsreichen Zugang zu den einzelnen Themen wie "Die Welt von Morgen", "Verantwortung für andere", "Know-how der Ersten Welt, Lösungsansätze der Dritten Welt:
ein Vergleich der Ergebnisse", "Wissenschaftspolitik: die Hauptakteure in Wissenschaft und Forschung - Wettbewerb und Kooperationen, Voraussetzungen für den Erfolg", "Informationstransfer und -verarbeitung", "Angewandte Theorie: Technik und Patientennutzen am Beispiel der molekularen Bildgebung". Zu den Vortragenden zählen u.a. Carlo Rubbia, Nobelpreisträger für Physik, Rom; Gordon Bell, Microsoft Bay Area Research Centers, San Francisco; Susan Greenfield, Royal Institution of Great Britain, London; Dean Kamen, Segway LLC, New Hampshire; Jean-Marie Lehn, Nobelpreisträger für Chemie, Universität Strassburg; Haim Harari, Chairman, The Weizmann Institute of Science, Rehovot, Israel.

Zusätzlich zu den Plenarveranstaltungen gibt es zwölf Arbeitskreise und drei Sonderveranstaltungen, die sich Themen wie "Technologische Potenziale zur Erreichung der Klimaschutzziele mit oder ohne Kyoto-Protokoll-Ratifizierung", "Neue Formen der Organisation: Best Practice-Methoden des Change-Management - die Kunst, den Wandel zu managen", "Grenzen überschreiten: Hürden überwinden - Disziplinen überbrücken - Kulturen überdenken", "Weltraumpolitik: eine neue strategische Herausforderung für Europa", "Von Wien nach Lissabon? Herausforderungen für die Innovationspolitik auf EU- und nationaler Ebene im Lichte des neuen EU-Aktionsplans für Innovation und den österreichischen Bestrebungen nach einer Innovationsstrategie", "Kooperationen mit Südosteuropa - Programme, Projekte, Initiativen" widmen.

"Junior Alpbach" ist auch heuer ein Fixpunkt der Technologiegespräche. Mit dem Ziel, den Entdecker- und Forschergeist der jungen Menschen zu wecken und zu fördern, werden Wissenschafter gemeinsam mit den Jungendlichen das Programm gestalten. Die Themen:
"Sehen", "Hören", "Weltraum", "Solar Workshop, Red Rover".

Die Alpbacher Technologiegespräche finden in Kooperation mit den Bundesministerien für Verkehr, Innovation und Technologie; Bildung, Wissenschaft und Kultur; Wirtschaft und Arbeit und der Tageszeitung "Die Presse" statt. Als zusätzliches multimediales Angebot werden die Plenarveranstaltungen der Alpbacher Technologiegespräche von der Telekom Austria erstmals als Live-Stream im Internet übertragen:
http://www.alpbach.org (ih)

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