SPÖ will Hochschule für pädagogische Berufe in Klagenfurt

Gesetzliche Verankerung der Möglichkeit zur Verwirklichung eines Kärntner Modells der "integrierten Lehrer/innenbildung" gefordert

Klagenfurt (SP-KTN) - Die SPÖ will Klagenfurt zum
Hochschulstandort für pädagogische Berufe aufwerten. Mit einem entsprechenden Antrag wird die Landesregierung aufgefordert geeignete Maßnahmen zu ergreifen und den Standort Klagenfurt auch für die Ausbildung von Pflichtschullehrer/innen zu erhalten.

Für Kärnten bietet sich die große Chance, ein Modell der Integrierten Lehrer/innenbildung durch die Integration des Akademienverbundes in die Universität Klagenfurt zu verwirklichen. Die Vorarbeiten hiefür sind von den beteiligten Institutionen bereits im Jahre 1999 aufgenommen worden. Das vorliegende Konzept wurde in einer Anhörung von Expertinnen und Experten der Lehrer/innenbildung positiv bewertet und vom Universitätskollegium zur Umsetzung beschlossen.

Das Akademienstudiengesetz 1999 sieht vor, dass bis zum Jahre 2007 die zahlreichen Akademien in Hochschulen für Pädagogische Berufe zusammengefasst werden müssen. Derzeit bestehen in allen Bundesländern eigenständige Standorte. "Nach bestehenden Plänen des BMBWK werden die zukünftigen Hochschulen an nur wenigen Standorten als eigenständige Hochschulen geschaffen, wobei vor allem die Zahl der Studierenden ein wesentliches Kriterium darstellt", kritisiert SP-Bildungssprecher LAbg. Peter Kaiser.

"Die Erhaltung des Standortes Klagenfurt ist schon deshalb von großer Bedeutung, weil die bestehenden Institutionen (Pädagogische Akademie, Pädagogisches Institut) die österreichweit einzigartige Aufgabe haben, Lehrer/innen und Lehrer für Schulen nach dem Minderheitenschulgesetz aus- und fortzubilden", so Kaiser.

Ziel des Kärntner Modells der "Integrierten Lehrer/innenbildung" ist es, wissenschaftliche und ökonomische Synergieeffekte zu erzielen und allen Studierenden aller Studienrichtungen für pädagogische Berufe einen national wie international voll anerkannten universitären Abschluss zu garantieren.

"Auf Grund der gestuften Studienabschlüsse nach den Richtlinien der Europäischen Union (Bologna-Erklärung) ist nicht mit einer Erhöhung der Personalkosten bei den Dienstgebern (Bund, Land und Gemeinden) zu rechnen", erklärt Kaiser und ergänzt: "Außerdem ist durch dieses Modell einer integrierten Ausbildung auch mit einem Anstoß zur österreichweiten Reform der Ausbildung der Lehrer/innen an höheren Schulen zu rechnen". (Schluss)

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