RFJ Bundesgeschäftsführer Amhof: Acht Monate sind gerade noch genug

Nikolaus Amhof spricht sich gegen Wehrdienstverkürzung aus

Wien (OTS) - Die Intention der Heeresreform geht richtigerweise
von einer geänderten Bedrohungslage aus, zieht aber die falschen Konsequenzen. Die Gefahr kriegerischer Konflikte hat im letzten Jahrzehnt eher zu-, nicht abgenommen, gibt Nikolaus Amhof dem obersten Sicherheitsberater Österreichs, Sektionschef Erich Reiter recht, wenn dieser von der gefährlichsten aller Welten spricht, in der wir gerade leben. Insoferne ist der Vorstoß von Kanzler Schüssel nicht nur eine Brüskierung des Koalitionspartners, der wieder nicht in die Entscheidung eingebunden wurde, sondern auch sachlich fragwürdig.

Da eine Professionalisierung des Bundesheeres mit vermehrt internationalen Einsätzen geplant ist, stellt sich die Frage wie dies durch eine kürzere Ausbildung erreicht werden soll. Der Gedanke einer reinen Berufsarmee hingegen ist nicht nur unfinanzierbar, sondern widerspricht auch der freiheitlichen Grundeinstellung, daß alle Staatsbürger den eigenen Staat gemeinsam verteidigen sollen. Da die Mehrzahl der FPÖ-Jugend eine Verkürzung des Wehrdienstes ausdrücklich ablehnt, fordert der Bundesgeschäftsführer des RFJ die Regierungsverantwortlichen der FPÖ, insbesondere Staatssekretär Karl Schweizer auf, vor Entscheidungen das Gespräch mit den Betroffenen, nämlich den Jugendlichen, zu suchen.

Eine derartige Verkürzung der Ausbildung hält Amhof, der über jahrelange Berufserfahrung im Bundesheer verfügt und in der Heeresreformkommission mitarbeitete, für eine Gefährdung unserer Soldaten, vor allem bei Auslandseinsätzen, und somit nicht verantwortbar. Der zunehmenden Bedrohung durch den Terrorismus muß durch eine entsprechende Milizkomponente zum Heimatschutz Rechnung getragen werden, da bei verstärktem internationalen Engagement auch mit Anschlägen in Österreich gerechnet werden muß.

Dem Vorschlag eines Sozialjahres für Mädchen kann Nikolaus Amhof hingegen einiges abgewinnen: Das ist eine alte Forderung des RFJ. Doch sollte die Dienstdauer für Mädchen nicht länger als der Präsenzdienst dauern und im Zeitalter der Gleichberechtigung auch verpflichtend eingeführt werden.

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