Wahrung der Menschenwürde bis zuletzt

Modellprojekt für gute palliative Versorgung

Bregenz (VLK) - In Vorarlbergs Senioren- und Pflegeheimen wird Lebensqualität groß geschrieben - auch für alte und kranke Menschen in ihrer letzten Lebensphase. Im Rahmen eines kürzlich gestarteten Projekts wollen sechs Heime ihre Betreuung speziell im Hinblick auf die Bedürfnisse von sterbenden Menschen weiter verbessern. Sie sollen modellhaft für eine gute palliative Versorgung stehen und Beispielwirkung entfalten, so Landeshauptmann Herbert Sausgruber und Soziallandesrätin Greti Schmid heute, Dienstag, im Pressefoyer. Palliative Betreuung zielt vor allem auf die Wahrung menschlicher Würde bis zuletzt ab. Dieses Anliegen werde nun in der Landesverfassung verankert und solle darüber hinaus auch in der praktischen Arbeit in den Heimen "lebbar" gemacht werden, so LH Sausgruber. Dazu sei eine koordinierte intensive Zusammenarbeit der unterschiedlichen Berufsgruppen und Einrichtungen notwendig.

Für LR Schmid soll die palliative Versorgung in den Heimen sicherstellen, dass ein menschenwürdiger Umgang mit sterbenden Bewohnerinnen und Bewohnern gegeben ist und dass es "kein Sterben 1. und 2. Klasse" gibt. Auch die Bedürfnisse der Angehörigen haben hohen Stellenwert. Qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Heimen sollen für eine solche hochwertige Betreuung von Bewohnern und Bezugspersonen sorgen.

Ein Expertenteam aus Pflegefachkräften, Ärzten und Vertretern von Seelsorge, Sozialarbeit und Hospizbegleitung hat entsprechende Richtlinien für die palliative Versorgung im Pflegeheim erarbeitet, so der Leiter der Hospizbewegung Vorarlberg, Karl Bitschnau. Im Rahmen des Projektes "Palliative Care im Pflegeheim" wollen das Alters- und Pflegeheim St. Josef, Schruns, die Seniorenheime Götzis und Wolfurt, das Sozialzentrum Bezau-Mellau-Reuthe, das Altenwohnheim Langenegg und das Seniorenhaus am See, Hard ihre palliative Betreuung im Sinne dieser Richtlinien weiter entwickeln. Es geht um eine optimale Abstimmung und Koordination der ärztlichen, pflegerischen, psychosozialen und spirituelle Betreuung und Begleitung. Im Oktober 2005 sollen die Ergebnisse des Projektes vorgelegt werden.
(gw/tm)

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