AUGE: "ÖVP und FPÖ täuschen WählerInnen in Arbeitszeitfrage einmal mehr!"

Alternative und Grüne GewerkschafterInnen orten in ÖVP/FPÖ Regierungsprogramm Pläne zu Ausdehnung der Arbeitszeit

Wien (Grüne) - "Die Versprechungen von ÖVP und FPÖ die Arbeitszeiten nicht verlängern zu wollen, sind keinen Pfifferling wert," so Mag. Markus Koza, Bundessekretär der Alternativen und Grünen GewerkschafterInnen (AUGE/UG).

Im schwarz-blauen Regierungsübereinkommen wird die Vereinfachung des Arbeitszeitrechts "im Lichte der EU-Arbeitszeitrichtlinie" gefordert. Die EU-Arbeitszeitrichtlinie bietet Höchstgrenzen der Arbeitszeit (13 Stunden täglich, 48 Stunden wöchentlich), die deutlich über dem österreichischen Arbeitszeitgesetz liegen. "Das bedeutet nichts anderes, als dass überstundenrelevante Grenzen der Normalarbeitszeit fallen sollen, jede Überstunde bis zur 13. Stunde also als normale Arbeitsstunde gewertet wird und damit Überstundenzuschläge für die Arbeitgeberseite entfallen," Koza weiter. Für ArbeitnehmerInnen würden Überstundenzuschläge im Form von Geld oder Zeit in Höhe von 550 Mio. € verlieren. "Mit dieser drastischen Verbilligung von Überstundenarbeit fällt einmal mehr ein Hinderungsgrund für Unternehmen Überstunden zur betrieblichen Regel werden zu lassen. Angesichts des Drucks, der auf ArbeitnehmerInnen besteht, wird einer Ausweitung der Arbeitszeiten Tür und Tor geöffnet. Das kommt einer realen Arbeitszzeitverlängerung gleich. ÖVP und FPÖ beweisen einmal mehr, dass sie eine Politik gegen ArbeitnehmerInnen betreiben," kritisiert Koza.

"Bereits die Abschaffung der vorzeitigen Alterspension hat die Lage für Jugendliche am Arbeitsmarkt dramatisch verschärft. Eine Arbeitszeitverlängerung würde diese Tendenz noch verstärken. Was tatsächlich notwendig ist, ist eine Arbeitszeitverkürzung, eine gerechte, neue Verteilung von Arbeit. Wer Arbeitszeiten verlängern will, vergrößert in Wirklichkeit das Heer an Arbeitslosen," schließt Koza.

Rückfragehinweis: AUGE/UG-Büro, Mag. Markus Koza: 01/505 19 52

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