10 Jahre Fachhochschulen - feiern ist nicht genug!

Petra Bayr fordert Behebung von Mängeln

Wien (SK) Anlässlich der Pressekonferenz "10 Jahre Fachhochschulen" von Bundesministerin Gehrer, gemeinsam mit FP-Wissenschaftssprecherin Bleckmann, VP-Wissenschaftssprecherin Brinek, FHS-Rat-Vorsitzenden Raidl und FHS-Konferenz-Präsident Jungwirth, nahm Nationalrätin Petra Bayr, SPÖ-Abgeordnete im Wissenschaftsausschuss, zum Handlungsbedarf am Fachhochschulsektor Stellung. ****

Bereits im November 2003 präsentierten Petra Bayr und Josef Broukal die "SPÖ-Offensive Fachhochschulen" und brachten einen entsprechenden parlamentarischen Antrag ein, welcher aber in vielen Punkten nach wie vor unerledigt blieb. Bayr kritisiert in diesem Zusammenhang besonders das bremsende Verhalten der Bildungsministerin, da statt Verzögerungen eher rasche Maßnahmen gesetzt werden müssten. "Am gesamten Bildungssektor gibt es, genauso wie am Arbeitsmarkt große Veränderungen, auf die reagiert werden muss - und zwar laufend", so Bayr.

Weiters erklärte Bayr, dass das Fixieren auf technische und naturwissenschaftliche Fächer alleine nicht sinnvoll sein kann. "Denn in diesen Bereichen gibt es jetzt schon die meisten freien Plätze -ein verstärktes Angebot muss doch dort gemacht werden, wo mehr BewerberInnen als freie Plätze vorhanden sind und es Beschäftigungschancen gibt", so Bayr verwundert über die Bildungspolitik der schwarz-blauen Bundesregierung. Speziell im Gesundheits- und Tourismusbereich gebe es eine erhöhte Nachfrage, besonders von Frauen, die in ihrer Weiterbildung nicht behindert werden sollten.

Generell fordert die SPÖ eine Erhöhung der Studienplätze im Fachhochschulbereich um 600 neue Plätze pro Jahr - nach dem neuen Entwicklungs- und Finanzierungsplan III sind aber nur 300 vorgesehen. Bayr: "Der Bedarf dafür ist da und als SPÖ wollen wir natürlich möglichst vielen jungen Menschen eine gute praxisorientierte und wissenschaftliche Ausbildung zukommen lassen!"

"Außerdem ist es wahrlich kein Grund zum Feiern, dass wir nach zehn Jahren Fachhochschulen noch immer keine einheitliche Studierendenvertretung haben", so Bayr abschließend, "und damit die StudentInnen kein adäquates Mittel in Händen haben, um ihre Interessen effektiv vertreten zu können." (Schluss) js/mm

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