ÖAMTC: Sommermonate fordern höchsten Blutzoll auf den Straßen

Jeder dritte Verkehrstote des Vorjahres ist zwischen Juni und August ums Leben gekommen

Wien (ÖAMTC-Presse) - 22 Menschen starben in der Vorwoche auf Österreichs Straßen direkt an der Unfallstelle. Das ist die traurige Unfallbilanz laut Zahlen des Innenministeriums. "Erfahrungsgemäß fordern die Sommermonate den höchsten Blutzoll auf den Straßen", sagt ÖAMTC-Verkehrstechniker Roman Michalek. 306 Menschen - jeder dritte Verkehrstote des Vorjahres - starben von Juni bis August 2003 bei Unfällen. In den kommenden Wochen ist Besonnenheit im Straßenverkehr besonders gefordert."

Gerade bei Schönwetter nimmt bei vielen Verkehrsteilnehmern die Risikobereitschaft zu. Alkohol am Steuer, riskante Brems- und Überholmanöver sowie zu geringer Abstand sind die Hauptunfallursachen. So ereignen sich beinahe zwei Drittel aller Alkoholunfälle an den Wochenenden in den Sommermonaten. Zeltfeste, Weinverkostungen oder Strandpartys verleiten landauf, landab jedes Wochenende Autolenker zu übermäßigem Alkoholgenuss. Der Appell kann einmal mehr nur lauten: "Hände weg vom Volant, wenn man getrunken hat."

Gefährdet sind auch die "Einspurigen": Motorradfahrer nutzen jede regenfreie Minute für Ausfahrten, Radler sind sowohl im Alltag als auch im Urlaub auf ihrem Drahtesel aktiv. 46 Prozent aller Unfälle mit Mopeds und Motorrädern ereignen sich in den Monaten Juni, Juli und August. Bei den Radfahrern sind es 48 Prozent.

Besonders vorsichtig müssen Kraftfahrer gegenüber Kindern sein:
Tausende Kinder befinden sich nicht im geschützten Bereich des Schulgebäudes, sondern sind auf dem Weg ins Bad, zu Freunden oder auf den Spielplatz. Mehr als 40 Prozent aller Kinderunfälle ereignen sich zwischen Juni und September.

Weniger Risikobereitschaft sowie gute Sicherheitsausstattung von Fahrzeug und Lenker sind für ÖAMTC-Experten Michalek das Um und Auf für eine Unfallbilanz mit weniger Verletzten und Toten. "Es besteht noch Zuversicht", sagt Michalek. "Die Unfallbilanz des ersten Halbjahres lässt derzeit auf ein Jahresergebnis von weniger als 900 Verkehrstoten hoffen - vorausgesetzt, alle Verkehrsteilnehmer tragen ihren Teil dazu bei. Vernunft und Rücksichtnahme im Straßenverkehr sind gefragt."

Auch die Exekutive ist gefordert: "Die Risikolenker müssen rechtzeitig gefunden werden. Wichtig ist die sichtbare Präsenz direkt am Straßenrand", erklärt der ÖAMTC-Experte.

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ÖAMTC-Pressestelle/Elvira Oberweger

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